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Veröffentlicht am 9. September 2015 von lyrikzeitung
Wie auf ein Stichwort rezitiert der chinesische Dissident und Flüchtling Liao Yiwu, Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels, Paul Celans „Todesfuge“, eines der erschütterndsten Gedichte des 20. Jahrhunderts. Rudolf Müller liest das Original, ruhig und klagend, und was dann folgt, ist nicht weniger als ein Erdbeben. Auf Chinesisch wird daraus eine Wutrede, vom heiseren Flüstern bis zum Schrei. Lyriker Liao Yiwu zieht eine Verbindungslinie zum Massaker auf dem Pekinger Platz des Himmlischen Friedens in seiner einstigen Heimat. Auch in der fremden Sprache macht die „schwarze Milch“ von Celan atemlos. / Rheinische Post
Kategorie: China, Chinesisch, DeutschSchlagworte: Liao Yiwu, Paul Celan
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