25. Dieter Schlesak

Ein bedeutender Dichter deutscher Sprache, Dieter Schlesak, der die moderne Poesie bis an ihre extremen Grenzen führt, vollendet sein 80. Lebensjahr.

(…) In den Jahren 1989 bis 1992 entstanden Gedichtsmeditationen, die in die drei Kunst-Prachtbände der Dokumentation „Michelangelos neues Licht“ aufgenommen wurden.

2010 nahm Dieter Schlesak Einsicht in seine Securitate-Akte in Bukarest. Die Realität, die er dort zur Kenntnis nehmen musste, traf ihn zutiefst und schmerzlich, nämlich, dass alle Freunde der Bukarester Zeit ihn bespitzelt hatten. Daraus entstand das Buch „Die Hölle des Verrats. Der rumänische Geheimdienst, Augenzeugenberichte, Dokumente, eigene Erfahrungen“, 2012. Es wurde allerdings von Dieter Schlesak noch nicht veröffentlicht.

Weitere Romane und zahlreiche Essaybände entstanden. Doch in erster Linie ist Dieter Schlesak Lyriker. Viele Gedichtbände sind im Laufe seines langen Lebens entstanden. Und ganz besonders auf diesem Gebiet zeigt sich auch seine Vermittlerrolle, in Übersetzungen und Herausgaben moderner rumänischer und siebenbürgischer Lyrik: „Gefährliche Serpentinen“ (1989) und „Transilvania mon amour“, (2009 zusammen mit Cosmin Dragoste). Er übersetzte die elf Elegien des großen rumänischen Lyrikers Nichita Stănescu. Und in Zusammenarbeit mit einer Gruppe italienischer Lyriker wurden seine Gedichte ins Italienische übertragen: „Settanta volte sete. Siebzig mal Durst“, und italienische Gedichte ins Deutsche: „Grenzenlos Oltrelimite“ (2006). In Zusammenarbeit mit der italienischen Lyrikerin Vivetta Valacca entstand „La Luce del anima. Zeit Los brennt dieses Licht hier“ (2011). / Elisabeth Krause, Siebenbürgische Zeitung

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