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Veröffentlicht am 9. September 2013 von lyrikzeitung
Andere Quelle:
SCHWARZE MILCH DER FRÜHE
eine nur scheinbar enigmatische Verszeile von Paul Celan, die dazu noch ein lehrbuchmäßiges Oxymoron und eine Genitivmetapher enthält. Gemeint ist einfach Kaffee.
Martin, sich eine Tasse einschenkend: „Schwarze Milch der Frühe… Ach Frank, sei so gut und gib mir mal die Milch rüber.“ / Netzfund
Wobei ein oder zwei Dinge klarzustellen wären. Die Quelle ist Satire (mit mir widerwärtigem Hintergrund), aber die Erklärung („gemeint ist der Morgenkaffee“) keine Erfindung des Satirikers. Nachdem mir mehrmals von Studenten versichert wurde, sie hätten diese Erklärung von ihrem Deutschlehrer, bin ich sicher, daß ihr die Zukunft gehört. Da liegen die Leipziger („Verlust ländlicher Identität“ „Gefahren der Globalisierung“, „Synonym für Niedergang und Zerfall, Werden und Vergehen … im Laufe unseres Lebens“) gar nicht so daneben.
Zucker und Milch? Nein danke, ich trinke schwarz.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Paul Celan
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Evaluationszeit im Vertiefungs(! de profundis, sozusagen)modul „Lyrik der Moderne“ an der Elite(!)uni FU Berlin im Studiengang Deutsche Philologie. Kommt die Frage aus dem Lehramts(!)kader: „Wie komme ich denn auf die eine richtige Interpretation eines Gedichts?“. Da kam mir der Heine hoch.
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Und jetzt bin ich wirklich erschrocken. Jedoch, ich hatte einen Deutschlehrer in den 60ern, dem ich diese Interpretation zugetraut hätte….der Morgenkaffee, ach ja.
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