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Veröffentlicht am 10. Juni 2012 von lyrikzeitung
Mozart war fünf, als er sein erstes Menuett komponierte. Mit 16 schrieb Rimbaud avantgardistische Lyrik. Als der 31-jährige Schubert an Typhus starb, hatte er sein Spätwerk schon hinter sich. Heute erscheinen solche Karrieren fast unmöglich. Mangelnde Berufsperspektiven, lange Ausbildungsgänge, die Abhängigkeit von den Eltern – all das lässt junge Künstler später reifen. / Konstantin Richter, Die Welt
Kategorie: UncategorizedSchlagworte: Arthur Rimbaud, Konstantin Richter
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nach meiner erfahrung gibt es schon noch berufsperspektiven (auch in strukturschwachen regionen).
das problem ist vielleicht auch ein anderes: dieses geldwirtschaftssystem ist blöd und die rolle eines hamsters im laufrad scheint kreativität und integrität einzuschränken. (tut sich auch!), also macht ‚für geld arbeiten‘ weniger spaß, weil es eben auch scheiße ist. das war ja bei mozart, rimbaud und schubert noch nicht so. andererseits ist es fast unmöglich von der kunst zu leben, also sich selber zu ernähren, ohne von kurzfristigen kürzungen und einfrierungen irgendwelcher kulurstiftungen abhänig zu sein.
roman pliske (mdv) hatte unlängst erinnert, das ein debüt nicht mit lebensjahren in verbindung gebracht werden müsse.
anne dorn im poetenverlag und roland bärwinkel in der edition muschelkalk sind beste beispiele dafür.
als ich vor wenigen jahren von literaturpreisen Ü 65 gelesen habe, fand ich das so ausgrenzend, wie den alterscode für stipendien.
[das kommt mir vor, als hätte ich es irgendwo schon mal geschrieben]
anyways:
ein künstler ist ja nicht nur allein: mit dem kleinen mozart konnte man sich schon auch schmücken und jemanden neues, frisches, junges entdeckt zu haben
ist auch ein bisschen wie ein gärtnerwettbewerb. nur das in diesen schnelllebigen zeiten jedes jahr ein neuer riesenkürbis her muss (oder eben auch eine ganz besonders schöne blume / wobei ja niemand was für schönheit kann [siehe novalis: „natur“ 1789]).
angesichts dieser entwicklung (des begrenzten rampenlichts) wäre es allerdings wirklich wurscht, wie alt man auf der bühne ist.
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