84. Debatten

apropos: der herr, der schrieb: „kann man das nicht abstellen“ und die debatte meinte, sei versichert, daß ich „das“ und das das nicht für besonders konstruktiv halte und nicht ihm zu liebe die bremse gezogen hab. ich danke axel kutsch für den anstoß für eine wie ich meine doch nützliche debatte. ich danke allen konstruktiven beiträgern (daß wir da nicht alle an dieselben denken, ist normal – die ich meine, wissen das dann schon). nervend an debatten ist am meisten selbstgerechtigkeit und ignoranz, aber läßt sich „das“ abstellen? nein.

die nächste debatte kommt bestimmt (ich freu mich drauf).

die bisher meistkommentierten artikel (vielleicht mach ich zur regel, daß wir bei 50, im ausnahmefall bei 66 aufhören):

140. Sprachforscher und Erfinder 66
30. „Ganz, ganz tolle Gedichte“ 66
65. Hohle Nüsse und Saftbetrieb 50
65. Wie findet Lyrik heute eine Öffentlichkeit? TeaTimeLesungen und Gespräche 36

11 Comments on “84. Debatten

  1. Mir fällt auf, dass ich die vielzeiligen Kommentare eines Schreibers kaum noch lesen kann..Es scheint, als beantworte er seine eigenen Fragen. Oder habe ich etwa das System noch nicht verstanden? So langweilig das, Chaot sein im Konstrukt der Philosophie und in der Schreibe ist doch nicht Beweis für Genie?!….Nun, ich weiß, es gibt keine Zensur, und das ist gut so. Und überhaupt drehen sich wieder mal ca. 10 Leute im Kreis. Mich enttäuscht die Engstirnigkeit, der Neid unter den Poeten. Ich bin die klassische Leserin, die irgendwo auch textuell aufgetaucht ist, negativ, die Frau, die Lyrik kauft, in Lesungen geht, …dieser Neid unter Poeten, öffentlich ausgestellt, tut mir körperlich weh. Haben Sie jemals in einem Theaterforum ( gut, ich weiß, das hier ist eine professionelle Lyrik- Angelegenheit) gelesen, dass Opernsänger X Opernsänger Y beschimpft? Nein, denn da schreiben verhinderte Sänger oder Liebhaber des Genres, aber keine Profis…und diesen Amateuren kann man natürlich unsachliche Kritik erlauben…..aber liebe Dichter, egal welchen Genres: Denkt daran: Lesungserprobte Menschen, die sind euer klassisches Publikum, und wenn internetfähig, ja dann….. fühlen sich von diesem Ton abgestoßen..Macht das doch in euren ZIrkeln aus…ich erinnere an Diskussionen hier um Skudlarek, um Sandig, beide seien sehr gelobt wegen ihres Schweigens ..aber sie sind ja intelligent genug…..und: Ich wünsche all den Dichtern, die Stipendien, Preise brauchen, um zu überleben, sehr viel Erfolg und Glück. Mögen die Juroren die Richtigen küren.

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  2. falsch interpretiert, lieber michael!!!

    ICH BIN GEGEN JEDE ZENSUR (siehe zitat aus obigem kommentar) UND FINDE JEDE PÖBELEI SUPER! ABER ZURÜCKPÖBELN MUSS AUCH ERLAUBT SEIN – ANSONSTEN IST ES EIN EINSEITIGES DOGMA!!!

    „und debatten finde ich selber schön, wenn sie UNDOGMATISCH ablaufen, was den stil betrifft. also: haut weiter drauf mit eurem billigen zorn und ich geb weiter mein bestes mit MEINER art.“

    und obwohl du diesen komentar vielleicht auch wieder löscht, finde ich es trotzdem schade, daß deine „vorschläge“-reaktion NICHT GEREIMT war 😉

    MEIN vorschlag zur aktionswoche steht ja oben ausführlich…

    helaaf

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  3. …beim schlendern vom einkauf zurück (es ist schon wieder stockdunkel, kaum zu glauben) kam mir plötzlich die idee, daß man daraus doch wirklich mal was machen könnte, nämlich eine sogenannte AKTIONSWOCHE oder aktionsmonat, naja, das wäre wohl zu lang, aber 1 woche wär doch echt cool: eine woche lang wirklich NUR in gedichtform zu kommentieren! DAS wäre ein spannender werbe-effekt für die lyrik und die dazugehörige zeitung… oder? im ernst. ich frage: oder nicht? WARUM NICHT? das könnte man an die presse bringen und wer weiß, woher die lyriker plötzlich aus den ecken strömten, um sich „mutig“ einzuklinken… Michael… mir fehlt hier einfach der dada und der humor, und DU weißt es! es liest sich vieles oft spießiger und kleinkarierter als die bildzeitung – und, mit verlaub, nicht ich bins, der hier ständig belanglos unter die gürtellinie schießt sondern diese spätpubertären schwafler, die nicht kapieren, daß ich subtil INFORMATIONEN bereitstelle, z.b. darüber daß manche themen schon vor 2 jahrzehnten debattiert wurden und nicht brandneu erfunden wurden, wie mancher hier glaubt und sich hochwiegelt über längst abgehaktes. stichwort direktvertriebe, preisklüngel, qualitätsdebatten, konkurrenzdenken und vernetzung (in den 90ern z.b. waren es ca 600 jungautoren im deutschsprachigen raum, also auch österreich+schweiz, das waren monatlich MEHRERE HUNDERT DM portokosten, theo breuer weiß es), und davon abgesehen: ich kenne durchaus ANDERE leser der lyrikzeitung, die WEGEN meinen kommentaren GERNE hierher surfen. auch wenn sie sich nicht aktiv einmischen. sie sind eben leser. und schmunzeln gerne, wenn sie meine reaktionen lesen. tja, auch DAS solls geben. und mir persönlich ist nur 1 einzige person bekannt, die garantiert NICHT neben meinen kommentaren platziert sein möchte, nämlich eine übersetzerin, die vor jahren eine waschechte RUFMORD-KAMPAGNE gegen mich startete, weil ich mich 1 jahr lang nicht bei ihr gemeldet hatte. sie dachte allen ernstes, ich würde GELD VERDIENEN mit ihren übersetzungen, und ihr den gewinn vorenthalten. hey, so paranoid sind leute! es sind wunderbare übersetzungen, wundervolllllllll!!! und nur wegen psycho nicht mehr verwendbar, weil sie mir partout nicht glauben wollte. tja. ich ziehe projektionen auf mich, ich weiß, ich weiß… die jugend ist zornig und tötet ihrer väter. aber ich bin KEIN VATER. das vater unser findet im himmel statt. hier ist die erde. nur MÜTTER weit und breit! und kinder, die gedichte mögen! saucool! alles easy, super saison! und axel kutsch fand ich einfach GENIAL FÜR SEINEN BEITRAG, obwohl auch er als alter hase weiß, daß er nichts neues über deutschland gesagt hat. aber er hats eben nochmal perfekt ausformuliert, so daß mans debattieren konnte. und debatten finde ich selber schön, wenn sie UNDOGMATISCH ablaufen, was den stil betrifft. also: haut weiter drauf mit eurem billigen zorn und ich geb weiter mein bestes mit MEINER art. oder denkt hier jemand, ich mach das mit links? leute, ne ne ne, ja ja ja, ne ne ne, ja ja ja, ne ne ne (ich muß nicht jedesmal dazuschreiben, wen ich grad ohne gänsehaut zitiere, oder?) – ich muß auch kostbare zeit investieren für recherchen, egal ob historische daten oder gedichte, ich geb meinen senf NIEMALS UM ZU ÄRGERN sondern um informationen bereit zu stellen, für die, die BEREIT DAZU sind. ich les ja auch nicht alle kommentare, im gegenteil, den pseudogermanistischen blabla les ich nur quer, weil solche gedankenketten mir nur knoten ins hirn machen, wo ich gar keine schnüre habe. aber ich finde sie deshalb trotzdem respektabel, denn JEDER hier investiert seine zeit und grauen zellen, um SEINE fragen zu stellen. oder antworten. egal. der von engeln diktierte spruch „JEDES ICH BEANTWORTET SICH SELBST“ sagte ja auch nix weiter, als was mister Gratz daraufhin schön nett normal formulierte, damit es auch jene kapieren, die keine poetischen stilmittel in kommentarfeldern verstehen. ach, bevor ichs vergesse: das lange kommentargedicht „NAMEDROPPING“ war für mich der bester kommentar, goldmedaille!!!! mir war solche antipoetische litanei bisher nur von clemens schittko vertraut, und nun gibt es gleich zwei, die solche stilmittel verwenden. ICH BIN JETZT GROSSER FAN VON BEIDEN 🙂 jaja, ich meine es ernst. gruß aus einer umzugschaotischen wohnung mit laptop auf kofferturm zwischen tüten und kisten – hoch lebe die freiheit der meinungen!!! helaaf helaaf helaaaf!!!!!!

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  4. KOMMENTARE DÜRFEN ZUKÜNFTIG NUR NOCH IN ANONYMER LYRISCHER FORM VERFASST SEIN! KEINE DEBATTEN MEHR, NUR NOCH GEDICHTE ALS KOMMENTARE!!! ANSONSTEN DROHT DAS ENDE DER WELT, WIE WIR SIE KENNEN! 🙂

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  5. beileibe nicht die debatte, lieber dr. gratz, nur die nichtsbeitragenden einstellungen von tom de toys. gegen die selbst hier nichts gesagt werden soll. nur wenn es alle täten, wärs das ende der lyrikzeitung as we know it.

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    • gegen die „hier nichts gesagt werden soll“ haben sie gesagt. hätten sies doch getan. am besten konkret und mit gesicht. ich meinte nur, eine äußerung wie „kann man das nicht abstellen“ [was ich im wortlaut hier schon öfter hörte] ist überflüssig. mit sicherheit überflüssiger als ein gedicht von 1993, das man mögen oder scheiße finden kann, oder einfach ignorieren. ein gedicht, in dem einige oder alle dichter beschimpft werden, finde ich persönlich erträglicher als manchen prosaischen debattenbeitrag, der den andren nachsagt, es sei alles stuß. aber natürlich wundert es mich nicht, daß die meinungen verschieden sind – sie?

      vor einiger zeit schrieb mal jemand, er oder sie möchte hier nicht stehen neben einem beitrag von tom de toys. wohlgemerkt, jemand, der oder die selber was geschickt hatte. ehrlich gesagt ist mir diese art „hygiene“ zuwider – mehr zuwider als fast alle formen von polemik, die mit offenem visier daherkommen. meinen sie etwa das? ich hoffe nicht. jedenfalls daran will ich nichts ändern. leben und leben lassen, loben und bekämpfen, ignorieren oder nicht mal ignorieren – es gibt so viele möglichkeiten.

      gilt auch für das gedicht von „s cornelsen“. es scheint sagen zu wollen, alle, die sich hier zu wort melden, tun das nur, damit ihr name vorkommt. ach gott. ich meine das nicht, obwohl es das gibt. ich kann das ignorieren oder kann widersprechen. mal so mal so. so what?

      (das ende der lyrikzeitung, denk ich, werd ich selbst bestimmen. aber nicht so bald, hoff ich doch. das schließt überhaupt nicht aus, daß sie sich ändern kann, mit mir, mit den beiträgern und lesern. es sei mir ferne – das ende, nicht das ändern. man wünscht es auch jedem andern: jetzt also das ändern!)

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      • Sie haben recht, ich streichel die Segel und streiche für den Rest des Tages Seeigel an. Die anonyme Einmischung war in dem Fall nicht geboten, entsprang irgendeiner Hoffnung … okay, ein Fehler.

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