89. Harald-Gerlach-Literaturstipendium für Röhnert

Seit fünf Jahren lebt der Lyriker und Essayist Jan Volker Röhnert mit seiner Familie in Weimar. Der 33-Jährige erhielt gestern in Erfurt das mit 12 000 Euro dotierte Harald-Gerlach-Literaturstipendium. Aus Oberndorf bei Gera stammend, studierte er in Jena und lehrte hier auch sechs Jahre lang. Zuletzt war er als Lektor des Deutschen Akademischen Austauschdienstes an der Uni in Sofia tätig. Die Thüringer Allgemeine sprach mit ihm:

Lyrik wird seltener gelesen.

Ich wundere mich oft darüber. Eigentlich ist ein Gedicht das richtige Medium unserer Tage, wo man oft wenig Zeit hat. Die Vorliebe für die dicken Schwarten hat aber vielleicht etwas mit einem Verlangen nach Kontinuität zu tun. Und viele moderne Gedichte arbeiten wie ein Videoclip. Das macht vielen Probleme. Obwohl das Gleichzeitige unserer täglichen Erfahrung entspricht.

Mehr hier und hier.

Namensgeber des Stipendiums ist der in Erfurt geborene Schriftsteller Harald Gerlach, der vor 9 Jahren starb. Im März erschien aus Anlaß seines 70. Geburtstages ein Sammelband:

Harald Gerlach: So ist alles gesagt. Ausgewählte Texte aus den Jahren 1972-2000, hrsg. von Bettina Olbrich. Nora Verlagsgemeinschaft Dyck & Westerheide, Berlin, 168 S., 15 Euro (Besprechung)

80 Porträtgedichte Gerlachs über Dichter, Künstler, Freunde und Verwandte, darunter jenes über den Anakreontiker Johann Peter Uz, will der Weimarer Wartburg-Verlag im Herbst dieses Jahres vorlegen.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: