58. Timofiy Havryliv

Timofiy Havryliv gibt nicht viel Persönliches über sich preis, mit Mühe findet man einige Fakten: 1971 wurde er in Ivano-Frankivs’k in der Urkaine geboren. Im August 2002 war er ein Monat lang in Graz Artist in Residence, im Rahmen des Projekts „Poetik der Grenze“.

Fest steht, dass Timofiy Havryliv mit Lyrik begonnen hat: 1995 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband „Arabesken der Erinnerung“, für den er mit dem Blahovist Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Weitere Gedichtbände folgten: 1997 „Geographische Gesetze“, 1998 „Die Stunde der Einsamen“, 2002 „Auf das Gesagte zurückgreifend“.

Und dann 2009 eine sachlich formulierte Klage über die veränderte Rolle der Schriftsteller in der Ukraine: „Die Zeiten, da eine Lyrik-Lesung Hunderte von Zuhörern angezogen hat, waren als ein längst verloren gegangenes Phänomen der politisierten Gesellschaft nur noch in den Geschichtsbüchern zu finden.“ Fest steht auch, dass er sich über „konkrete Poesie“ in seinem Roman lustig macht. Und das, obwohl er behauptet, dass die Ukraine ein Land der Lyrik ist, ein „lyrisches Land, in dem alles lyrisiert wird, die Vergangenheit, die Zukunft, Verbrechen und Heldentat“. / ORF

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