Enzyklopädische Ignoranz

Das heutige Russlandbild im Westen zeichnet sich durch eine fast enzyklopädische Ignoranz aus. Eine kürzlich durchgeführte Untersuchung in Deutschland führte zu folgenden Zahlen (für die übrigen europäischen Länder präsentieren sich die Verhältnisse wohl ähnlich): 43 Prozent der Befragten kannten keinen einzigen russischen Schriftsteller, 67 Prozent keinen Komponisten, 81 Prozent keinen Maler und 82 Prozent keinen Künstler. … Dabei geht vergessen, dass die russische Avantgardekunst (Malewitsch, Kandinsky) die Basis für die wichtigsten Kunstentwicklungen im 20. Jahrhundert gelegt hat, dass entscheidende Impulse für das westliche Ballett von russischen Tänzern gekommen sind und dass die moderne russische Lyrik (Zwetajewa, Mandelstam, Brodsky) einen Höhepunkt der Weltliteratur markiert.
/ Ulrich M. Schmid, NZZ 4.10.03

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