Eklektizist aus USA: Robert Hass

Als seine „Meister“ betrachtet der 61-Jährige, der in Berkeley englische Literatur lehrt, Matsuo Basho, Walt Whitman und Czeslaw Milosz. Eine Mischung, die sicher nur im melting pot Amerika entstehen konnte. Doch die Verwunderung über den vermeintlichen Eklektizismus legt sich schnell, wenn man die Gedichte von Robert Hass zur Hand nimmt und versteht, wie das alles zusammenpasst: ein japanischer Wandermönch des 17. Jahrhunderts, der die Kunst des Haiku zu einem ersten Höhepunkt brachte. Der Vater der modernen amerikanischen Dichtung im 19. Jahrhundert, Anarchist und Naturlyriker. Und ein polnisch-litauischer Katholik, der alle Avantgarden des 20. Jahrhunderts an sich hat vorbeiziehen sehen, um im Alter die schlichtesten, zugänglichsten und tiefsten Gedichte seines Lebens zu schreiben: Als Milosz‘ amerikanischer Übersetzer kennt Hass, den mit dem Kollegen aus Berkeley schon lange vor dessen Nobelpreis eine Freundschaft verband, kein dichterisches Werk gründlicher. / Gregor Dotzauer, PNN 4.5.02 (auch Tagesspiegel) Vgl. auch Berliner Zeitung 6.5.02

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