Das Teufelszeug die Wörter

Haufs, der mit Hans Magnus Enzensberger, Günter Grass und Peter Rühmkorf , aber auch mit Jürgen Becker oder dem früh verstorbenen Nicolas Born wichtige Generationserfahrungen teilt, war immer ein leiser, daher oft übersehener Einzelgänger des Literaturbetriebs. Diese Auswahl belegt nun nicht allein, was für ein hellhöriger und umsichtiger Spracharbeiter er ist, sondern ebenso, über welche Bandbreite von Formen er verfügt: von der Popballade bis zur Naturlyrik. …
Die Zeitfühligkeit schärft die Wahrnehmung, wie die Wetterfühligkeit. Doch woran mag es liegen, dass schließlich Sprachmüdigkeit eintritt? An den Mühen des Lakonischen, des andauernden Understatements, des leise-präzisen Redens? „Das Teufelszeug die Wörter reicht nicht aus“, schreit der Dichter am Ende enttäuscht und zornig auf, obwohl er es doch weit damit gebracht hat. /KURT OESTERLE, Süddeutsche 5.1.02 / s.a. Jochen Zwick, NZZ 15.1.

ROLF HAUFS: Aufgehobene Briefe. Ausgewählte und neue Gedichte. Zusammengestellt und mit einem Nachwort von Christoph Buchwald. Carl Hanser Verlag, München und Wien 2001. 150 Seiten, 14,90 Euro .

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