Schlagwort: Nelly Sachs

6. Hybris des Schmerzes

Doch selbst Paul Celan wurde Sachs‘ Leidens-Gestus irgendwann unheimlich. Ende der fünfziger Jahre hatte er brieflich Kontakt zu ihr aufgenommen, bei ihrem Besuch in der Schweiz 1960 holte er sie dann gemeinsam mit Ingeborg Bachmann vom Flughafen ab, lud sie schließlich nach Paris ein… Continue Reading „6. Hybris des Schmerzes“

128. Die Wunde lesbar zu machen

Vor der Folie tödlichen Schweigens musste sie neue kühne Wege gehen. Wäre sie Maler, heißt es in ihren „Briefen aus der Nacht“, würde sie „das Steinerne des Steines malen“, „das Wesen des Leidens in einem Fischauge zwischen Leben und Tod“. „Hingabe ist der neue… Continue Reading „128. Die Wunde lesbar zu machen“

51. Nelly-Sachs-Ausstellung

Das Jüdische Museum Berlin eröffnet am 24. März eine Ausstellung über Leben und Werk der Dichterin Nelly Sachs. Die Ausstellung «Flucht und Verwandlung» würdigt die Nobelpreisträgerin anlässlich ihres 40. Todestages, wie das Jüdische Museum mitteilte. Es werden bisher unveröffentlichte Fotos, Manuskripte sowie Ton- und… Continue Reading „51. Nelly-Sachs-Ausstellung“

35. Bernhard spricht

In der F.A.Z.-Hörprobe bisher: Brecht, Artmann, Ausländer, Benn, Hesse, Sachs und nun Bernhard. „Kurios“? Nunja. Jedenfalls hörenswert. Über hundert der wichtigsten deutschen Dichterinnen und Dichter aus den letzten hundert Jahren werden in der Edition „Lyrikstimmen“ in Originalaufnahmen zusammengeführt und von ihren Verfassern, je nach… Continue Reading „35. Bernhard spricht“

Vergessene Klassikerin

In seinem 1962 veröffentlichten Lyrikband Schattenland Ströme ließ Johannes Bobrowski drei Gedichte aufeinander folgen, von denen jedes einer jüdischen Dichterin gewidmet ist. Eines von ihnen richtete sich an die 1940 nach Schweden emigrierte und von da an in Stockholm lebende Nelly Sachs, ein anderes… Continue Reading „Vergessene Klassikerin“