Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Mit 33 Gedichtbänden gehört Tomas Šalamun zu den produktivsten und international bekanntesten Lyrikern Sloweniens. Auf Einladung der Galeristin Susanna Rüegg las er kürzlich an der Schipfe 39 aus seinem Band «Vier Fragen der Melancholie». … Kein Stoff ist ihm heilig, während das Ich seine… Continue Reading „7. Slowenische Sternensprache“
taz: Herr Maleu, Sie sind Geschäftsführer des SuKuLTuR-Verlags. Seit Dezember vertreiben Sie die Heftreihe „Schöner Lesen“ in elf Süßwarenautomaten in Berlin. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Literatur in Automaten zu verkaufen? Frank Maleu: Seit die Lesehefte erscheinen, das ist seit 1996, suche ich nach… Continue Reading „6. Hel-Automat“
Nach „Die Welt als Schock und erweiterte Tatsache“ (1995, vergriffen) endlich: Der neue Werksquerschnitt seiner besten „spirituellen“ Gedichte aus 11 Jahren !!! 36 ausgewählte transreligiöse Gedichte 1992-2003 im bibliophilen schmalen Hochformat komplett auf grünem Karton gedruckt !!! MOTTO: >…die popliteratur ist wiedermal scheintot, die… Continue Reading „5. Neuer Schock“
Mit seinen bissigen Aperçus und den bizarr-hintergründigen Selbstbeobachtungen schafft Michaux wie beiläufig einen Fundus höchst origineller Bilder. Eher selten erscheinen derart intensive Momente auch im Lichte grüblerischer Bilanzierung, dann also ernst und melancholisch, aber ebenso faszinierend, wie in dem kleinen Text «Mein Leben»: Du… Continue Reading „3. Meine Besitztümer und andere Texte“
Hellers listiger Literaturbegriff erlaubt es ihm auch, in schwärmerischen Worten die vielen Begegnungen mit den „Göttern“ und „Weltmeistern“ des Kunstbetriebs auszumalen. Wie ihn die Hilde Spiel im Café Hawelka an ihr Tischchen bat oder „der Doderer“ Bildungsratschläge gab: „Gehn’s ins Kino!“ Während Heller von… Continue Reading „2. André Hellers Poetikvorlesung“
A.J. Weigoni trägt seine Gedichte nicht einfach vor, er gestaltet und verwirklicht sie. Es geht ihm um die Wahrhaftigkeit des Wortes. Seine Gedichte sind eine tonale Komposition mit sprachlichen Mitteln. Er vermag es poetische Performances zu Ereignissen zu machen, weil er den richtigen Rhythmus… Continue Reading „1. Letternmusik im Gaumentheater“
Übrigens: „Auch eine Blume ist schön, weil sie blühet unter der Sonne. Es findet das Aug oft im Leben Wesen, die viel schöner noch zu nennen wären, als die Blumen“ (Hölderlin). / DETLEF KUHLBRODT, taz 29.1.04 „Scardanelli“. R. Harald Bergmann, 112 Min., D 2000.… Continue Reading „Scardanelli“
Christoph Wilhelm Aigner zum Stadtschreiber gekürt Dresden. Der Lyriker und Erzähler Christoph Wilhelm Aigner wird neuer Stadtschreiber in Dresden. 48 Literaten hatten sich beworben, der Österreicher jedoch überzeugte die unabhängige Jury am nachhaltigsten von seinen Talenten und bekam den befristeten Posten. / Sächsische Zeitung… Continue Reading „Mehr Lyrik bitte!“
Unter Frühlicht geben sich die unausgeschöpften Potentiale der Moderne noch beinahe lupenrein zu erkennen. … Zum bevorstehenden 700. Geburtstag des schon bei seinem letzten runden Jubiläum als „Vater des Humanismus“ zu Tode gefeierten Dichters Francesco Petrarca – er wurde am 15. Juli 1304 im… Continue Reading „Gehen und Denken im Frühlicht“
Ein Artikel des Atlantic Monthly beschäftigt sich mit einer neuen Proust-Übersetzung und geht ausführlich auf Übersetzungsprobleme ein. Hier zu einer Stelle mit Reim: Of the unknown and presumably taste-lacking seducer of this foolish, fallen girl Françoise says in the Kilmartin translation, which comes more… Continue Reading „Amourose Rose“
meint Benno Schirrmeister, taz 24.1.04: Völlig zu Recht erhält der Lyriker und Peter-Huchel-Konservator Lutz Seiler am Montag den Bremer Literaturpreis für seinen Gedichtband „vierzig kilometer nacht“. Der muss im Stehen und laut gelesen werden.
Aebli ist ein Meister der minimalisierenden Ironie: «Alles hat höchstens keine Bedeutung.» Der Ameisenjäger im Gedicht «Selbstgespräch am Abend» ist zweifellos ein Selbstporträt des Dichters: «Kinder auf der Strasse / machen wenigstens Lärm. / Du machst gar nichts.» Nichts ausser Jagd auf Ameisen: «Erstaunlich… Continue Reading „Aufregend sinnlos“
meint Karlin im Independent vom 23.1.04 über den englischen Dichter Robert Browning anläßlich einer neuen Biographie.
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