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Nadja Küchenmeisters tritt in ihrem ersten Gedichtband als eine einzigartige lyrische Stimme auf, die sanft und gelassen klingt, obwohl sie mitten aus dem Fegefeuer zwischen Liebe und Tod zu kommen scheint. Seit Ingeborg Bachmann hat niemand mehr ein Du, sich selbst oder den Leser… Continue Reading „77. Sanft und gelassen … aus dem Fegefeuer“
An Hoheliedern auf die Lyrik von Ulrike Almut Sandig fehlt es nicht, und doch scheint es, dass kaum einer ihre Strophen tatsächlich verstanden hat. Zu hermetisch, zu mysteriös kamen die Verse daher. Bang fürchtete man deshalb, dass die gefeierte Autorin das Verrätseln als Hypothek… Continue Reading „76. Schwyrig“
Der Verleger René Rougerie, der 1948 den Lyrikverlag Rougerie gründete, starb vergangene Nacht in Lorient ( Bretagne). Er war 84 Jahre alt. In seinem Verlag erschienen die größten französischen Dichter, von Boris Vian bis Max Jacob, René-Guy Cadou, Xavier Grall oder Joe Bousquet. Er… Continue Reading „74. Freiheits-Manifest“
Wie die erste Ausgabe der Anthologie „Lyrik von Jetzt“ dokumentiert auch Nummer zwei einen Generationswechsel. Fünfzig überwiegend neue Beiträger, die um 1975 herum geboren wurden, wurden in Zeitschriften, Miniverlagen, Szenespielstätten und auf Lesebühnen entdeckt. Da jeder der Auserwählten mit vier Gedichten vertreten ist, lassen… Continue Reading „73. Generationswechsel“
Und hier erleben wir Robert Gernhardt als Äquilibristen auf dem Hochseil über unseren Köpfen: Wird er ins Albern-Triviale abstürzen? Nein! Denn, so Gernhardt verschmitzt, manchmal muss man einen Fund einfach nur so lange liegen lassen, bis sich ein sinntragendes Gedicht um den zarten Reimkern… Continue Reading „72. Hochseil“
Kathrin Schmidt ist in der Prosa wie in der Lyrik zuhause. Sie teilt das Entweder-Oder der berühmten Amerikanerin Emily Dickinson nicht, die vor rund 150 Jahren bekannte: „Ich wohne in der Möglichkeit/ Und nicht im Prosahaus/ An Fenstern reich und heller/ Mit Türen ein… Continue Reading „71. Prosa wie Lyrik“
Falbs virtuose Bildsprache erzeugt Kurzschlüsse, deren erratische Konfrontation plötzlich bekannte Formeln wie „porentief rein“ bloßstellt vor der intensiven Lesehaltung, dem gebannten Blick. Die Funktion dieser Lyrik als semantischer Hebebühne, auf die die Narrheit der Welt gestellt wird, soll nicht davon ablenken, dass diese Bühne… Continue Reading „70. Weltsprache“
Wahrscheinlich gibt es mehr isländische Dichter als Isländer, sicherlich aber haben die Isländer mehr Schulden als Dichter. 93 Prozent haben jetzt den Vertrag über die Rückzahlung britischer und niederländischer Kredite abgelehnt. Die vielen wollen nicht bluten für das Pokerspiel der wenigen. In der Edda,… Continue Reading „69. Besser nicht gezahlt“
Zu den bedrückendsten Lese-Erfahrungen, die das vergangene Jahrhundert bereithält, gehören die Begeisterungsschreie, mit denen die Schleppenträger des deutschen Geistes den Ausbruch des Ersten Weltkriegs begrüßt haben. Inständig beteten Dichter und Denker zu Gott, damit er den Feind im deutschen Kugelhagel verrecken lasse. In anderthalb… Continue Reading „68. Kriegsgeschrei“
auf der Leipziger Buchmesse schreibt das Magazin Zitty: Michael Lentz: „Offene UnruhFischer, Frankfurt/Main 2010. 175 S., 16,95 Euro Michael Lentz moderiert am 20.3. um 20 Uhr eine Veranstaltung mit Herta Müller im Zentraltheater, Boesestr. 1, Leipzig Volker Braun: „Flickwerk“, Suhrkamp, Frankfurt/Berlin 2009, 77 S.,… Continue Reading „67. Über Berliner Autoren“
Ein israelischer Roman aus dem Hebräischen und ein russischer Lyrikband haben den amerikanischen Preis für die beste Übersetzung gewonnen. Der Preis wurde vor 3 Jahren von „Three Percent“ gegründet, einer Gruppe, die das Übersetzen fördern will, teilte die University of Rochester in New York… Continue Reading „65. Die Russische Version“
Donnerstag, 18.03.2010, 20:00 Uhr, Kurt- Wolff-Depot / Kulturgenußladen Leipziger Literaturnacht mit Ilona Schlott, Viktor Kalinke, Dieter Krause, Suzanne Latour, Carsten Zimmermann und Sascha Heße Ausstellungseröffnung mit Arbeiten von Käthe Bauer Musik: Thomas Flemming, Sascha Heße u.a. Kurze und eigenwillige Texte zwischen Leichtigkeit und Gewicht,… Continue Reading „64. Leipziger Literaturverlag“
Für den ersten Nachmittag am Mittwoch, 24. März, wird die indische Tänzerin Lalitha Devi auftreten und indische Lyrik vortanzen. / Stuttgarter Wochenblatt
„Die Tage in diesen Längen und Breitengraden / Sind kaltgestellt. Wir leben / Verschüttet im ungelobten Land“. So beginnt eines der Gedichte in Horst Samsons Lyrikband La Victoire. Diese Auftaktzeilen verdeutlichen, worum es Samson geht: Er setzt sich in seinen Texten mit dem Leben… Continue Reading „62. Horst Samson liest“
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