Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Der israelische Dichter Uri Zvi Greenberg (1896-1981) war einer der großen expressionistischen Dichter der hebräischen Lyrik. Er wurde in einer Chassidim-Familie in Bialikamin in Galizien geboren, das damals zu Österreich-Ungarn gehörte. Als er anderthalb Jahre alt war, zog seine Familie nach Lwow (Lemberg). 1912… Continue Reading „150. Uri Zvi Greenberg (1896-1981)“
Die Besonderheit des Issatals liegt in der Zahl seiner Teufel. Sie ist dort größer als sonstwo. (…) Es ist wahrscheinlich, daß die Teufel, da sie die abergläubische Bewunderung des Volkes für die Deutschen kennen – Menschen des Handels, der Erfindung und der Wissenschaft –, sich… Continue Reading „149. Teufel“
Im Rückblick erscheint die Demütigung Raebers durch die Gruppe 47 wie der fatale Wendepunkt in seiner Biografie. Zwei Jahre zuvor hatte er noch mit seinem Lyrikband «Die verwandelten Schiffe» und den dort kunstvoll entfalteten Korrespondenzen zu den Mythologien der römischen Antike die Bewunderung auf… Continue Reading „148. Kuno Raebers Nachlaß“
In der Zeit der deutschen Besatzung, die Czesław Miłosz intensiv schreibend und übersetzend hauptsächlich in Warschau verbrachte, änderte sich seine poetische Orientierung. Am Beginn seiner Laufbahn hatte er die französische Lyrik bewundert, ab den späten dreissiger Jahren interessierte er sich mehr und mehr für englischsprachige… Continue Reading „147. Czesław Miłosz 100“
Zu den lehrreichsten Schwierigkeiten, die Hilles Schaffen aufwirft, gehört der unklare textgenetische Status der Manuskripte, sogar der Publikationen zu Lebzeiten. Zu den in Zeitschriften veröffentlichten Gedichten gibt es oft handschriftliche Varianten, bei denen sich kaum entscheiden lässt, ob es sich um Vorarbeiten, Revisionen oder… Continue Reading „146. Hilles Werk“
Friedrich Nietzsche „Scherz, List und Rache.“ Vorspiel in deutschen Reimen. (Die fröhliche Wissenschaft) 13. Für Tänzer. Glattes Eis Ein Paradeis Für Den, der gut zu tanzen weiss. Vgl. auch Nietzsches Schreibmaschine: Brief Friedrich Nietzsches an Heinrich Köselitz, Genua, 17. Februar 1882.… Continue Reading „144. Für Tänzer“
Für die Entstehung einer Kunstmusik im zaristischen Russland war Michail Glinka von herausragender Bedeutung: Statt sich an westeuropäischen Vorbildern zu orientieren war er einer der ersten Komponisten, die ein genuin russisches Idiom in ihrer Klangsprache realisierten. Mit seiner Entscheidung, am Gedicht »Ruslan und Ljudmila«… Continue Reading „143. Dünnes Eis“
Sprachwitz, Geist und Gegenwartsbezug – der Mundartautor Wilhelm Meitert legt gern den Finger auf die sächsische Wunde. Ausgerechnet den zweifelsohne originellsten Mundartautor der jüngeren Generation sucht man vergeblich in jenem 2010 vom Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland herausgegebenen Mundart-Sammelband „Sachsesch Wält“. Der Grund: das… Continue Reading „142. Specksachsen“
Grabsteine, Kruzifixe und Monstranzen hat er geschaffen, und auch Krippen und Kriegerehrenmale: Der Bildhauer Bernd (Bernhard?) Heller [Helle?], genannt Hellerbernd, gehört zu den bekanntesten emsländischen Künstlern – reich geworden ist er mit seinen Werken nicht. Über sein Leben und Wirken sprachen die Heimatforscher Gerd… Continue Reading „141. Hellerbernd“
ICH SEH GESPENSTER, SO WIRD NACHT GEMACHT, Das Geistersehen ist präziser, Eleganz Der schwarzen Schenkungen, Milieu Balance, An Springkraut und an Francis B. gedacht. Nichts wiederfinden, Kompetenzdiät, Das Schubsen vor dem Wechsel, ärmeln, tasten, Gedichte und ihr postmodernes Fasten Aus Lässigkeit und Radikalität, Spagat im Minus, sinnliche Präsenz, Die Macht… Continue Reading „140. Sonett“
gilt seit Ingeborg Bachmanns Gedicht als zumeist literarische Projektion eines utopischen Idealzustands, aber in der Realität grenzte Böhmen bereits unter Ottokar II. Premysl an die Adria und das Böhmen Karls IV. an die Ostsee. / Ö1 (Shakespeare nicht zu vergessen. In dessen „Wintermärchen“ gibt… Continue Reading „139. „Böhmen am Meer““
Hört ihr das, so höhnte eine Stimme auf einem Greifswalder Hof. Ich saß beim zweiten Bier am dritten Tisch und schrieb das Protokoll. Die Stimmen sprachen über die Politlyrikaktion einer Hamburger Wochenzeitung. Da haben sie, sprach die Stimme, lauter Dichter ausgewählt, die gar keine… Continue Reading „138. Sommernachtsgezwitscher“
Tatsächlich zeigte sich Enzensberger in Zürich nicht nur als beispielloser Wortkünstler, sondern beglückte das Publikum auch mit seinen pointierten, von geistiger Beweglichkeit zeugenden Beobachtungen und Einsichten, die er manchmal mit einem bubenhaften Kichern unterstrich. Da es um das Thema Übersetzung ging, skizzierte Enzensberger eingangs… Continue Reading „137. Enzensberger in Zürich“
Er sei, schreibt Armitage einmal, Lyriker geworden, weil das mit dem Rockstar nicht geklappt habe. Dahinter steckt vergleichsweise wenig Koketterie, denn Armitage ist auch ein Sänger der im Norden recht bekannten Band Scaremongers. Seine Frau, Speedy Sue, ist mit dabei: ‚Less is more‘ heißt… Continue Reading „136. Weil das mit dem Rockstar nicht geklappt hat“
Der Bayer Paul Thaller (50) alias Verserl-Paule wird über jedes der 32 Spiele ein Gedicht verfassen. Jeweils auf Oberbayerisch und auf Hochdeutsch. / B.Z.
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