Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Für das Portrait „Hilbig. Eine Erinnerung“ von Siegfried Ressel trafen sich Freunde und Weggefährten des Dichters in der leeren Schalterhalle des Bahnhofs Meuselwitz. Hier im thüringischen Industrieort Meuselwitz wurde Hilbig am 31. August 1941 geboren, hier wuchs er vaterlos auf, lernte Bohrwerkdreher. Hier in… Continue Reading „120. Hilbig. Eine Erinnerung“
Anfang September zeigen mehrere Filme das Leben und Werken des Bühnenpreisträgers [sic, gemeint ist wohl Büchner – der hat ja auch für die Bühne gearbeitet]. Den mit 13.000 Euro dotierten Ernst-Meister-Preis für Lyrik nimmt zum Jubiläum die Berlinerin Marion Poschmann entgegen. Die Meister-Ausstellung im… Continue Reading „119. In Hagen was los“
1. Valeri Scherstjanoi erläutert das Prinzip der Sa-um-Texte Krutschonychs. Er vergleicht sie mit Kurt Schwitters („aber vermittelt über Daniil Charms“) und spricht über das Leben Krutschonychs und seiner Freunde. 1:08 Textbeispiel: Тянуткони Непонятные нони, Зверь испугался Откуда галь ся. 2. Scherstjanoi liest das Gedicht… Continue Reading „118. Wenn die Waffen heulen oder Warum Sa-um-Gedichte „ordentliche“ Titel haben“
An den Gedichten des Österreichers Theodor Kramer (1897-1958) lobt Müller die konventionelle Ruheform der Strophen und die melodische Rhythmik, hinter welcher sich der eigentliche traurige Inhalt verberge. In seinen Gedichten behandelt der jüdische Lyriker seine eigene Angst und Emigration in der Zeit des Dritten… Continue Reading „115. Herta Müller liest“
Marinetti: Der Krieg ist die Hygiene der Welt Krutschonych: Sa-um ist die Hygiene des Halses Valeri Scherstjanoi liest und erklärt Alexej Krutschonychs Sa-um-Gedicht „Die Kehle“ Горло рахам мах – раха мойла хар рахам мхе матоха трухан – лум мул хал Mehr hier: Alexei Jelissejewitsch Krutschonych… Continue Reading „114. Hygiene des Halses“
Neu im Lyrikwiki Labor: Die Sprachen, unvollkommen insofern, als sie mehrere sind und die erhabenste fehlt: da Denken ein Niederschreiben – ohne Zubehör noch Flüstern, sondern verschwiegen noch – der unsterblichsten Rede ist, hindert die Verschiedenheit, auf Erden, der Idiome jedermann, die Worte auszusprechen,… Continue Reading „113. Unvollkommenheit der Sprachen (Mallarmé)“
Im Heft 2/2011 der Vierteljahresschrift Spiegelungen, die im IKGS Verlag des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (IKGS) erscheint, werden Pläne der Kommunisten und anderer rumänischer Parteien 1945/46 dokumentiert, die „günstige“ Situation zu nutzen, um die Deutschen auszusiedeln. Für die… Continue Reading „111. Spiegelungen 2 / 2011 erschienen“
Im Herbst erscheinen im Verlag Voland & Quist auch zwei Bücher der Autorin, die die schweizerische und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt und ihre Kindheit in Wurlitz bei Rehau verbracht hat. Der neue Lyrikband fasst ihre vier ersten Bücher zusammen, die andere Publikation „Ich werde… Continue Reading „110. Lustmacher“
Die russische Lyrik der Moderne ist dem deutschen Leser in zahlreichen Einzelausgaben und Anthologien vorgestellt worden. Wir konnten Ossip Mandelstam und Anna Achmatowa lesen, Alexander Block und Sergej Jessenin, Marina Zwetajewa und Daniil Charms. Von den Futuristen wurden Wladimir Majakowski und Welemir Chlebnikow in… Continue Reading „109. Scherstjanoi liest Krutschonych“
„Mein Name ist Lohse. Ich möchte hier einkaufen.“ Heinrich Lohse macht den Albtraum jeder Ehefrau perfekt: Er geht in den Ruhestand. So wie Loriot einst in „Das schiefe Bild“ ein Zimmer verwüstete, zertrümmert er in „Pappa ante Portas“ das fein ausbalancierte Familienleben der Lohses.… Continue Reading „107. Krawehl, krawehl“
Der Futurismus war für Scherstjanoi von Anfang an ein Lebensmittel und ein Mittel des Widerstands. Ein Klang, der die Geräusche der Straße in sich aufnahm und schon deshalb verknüpft ist mit einem Leben, das nicht trennen kann zwischen den Wonnen der Poesie und den… Continue Reading „105. Mein Futurismus“
Es gibt ja nicht nur Berlin und Leipzig. Es gibt auch Sistig, Westerwald und Bonn! Ja echt! Am 6. September lesen beim LCD im Salon: Francisca Rincinski, Theo Breuer und Andreas Noga. Literaturclub Düsseldorf: „aus dem Hinterland“ Dienstag, 6. September · 20:00 – 23:00… Continue Reading „103. Sistig, Westerwald und Bonn“
Matthias Kniep, Thomas Wohlfahrt Das große Berlin-Gedicht be.bra verlag ISBN 978-3-8148-0188-9 Paperback, 80 Seiten Preis 8.00 € erscheint September 2011 Berlin: Eine Stadt – zwölf Bezirke – zwölf Töne = ein Gedicht! Großstadtlyrik hat eine lange Tradition. Schon Bertolt Brecht, Erich Kästner, Kurt Tucholsky und… Continue Reading „102. Berlin-Gedicht“
Poesie: Bei diesem Wort stellen sich bei vielen Schülern die Nackenhaare auf. Gedichte analysieren ist nicht die größte Stärke der jungen Generation. Bei „Poetry Slams“ sind die Foyers, Gaststätten und Jugendhäuser jedoch regelmäßig voll. / Nina Merkle, Südwest Presse, über den ersten „Poetry Slam“ in… Continue Reading „99. Slam in Nersingen“
In der Wiener Zeitung bespricht Andreas Wirthensohn übersetzte Bücher von John Burnside, Simon Armitage und Eugenijus Ališanka und findet: Kein Zweifel: Die Lyrik dieser drei Dichter kann durchaus für sich bestehen, aber deutlich mehr Lesefreude hat man, wenn einem zumindest die ein oder andere helfende Krücke gereicht… Continue Reading „98. Mehr Nachworte“
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