Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Der Einbruch des Surrealen in den Alltag bricht die Welt des Vertrauten, des Logischen und des Selbstverständlichen auf und verweist auf etwas darüber Hinausgehendes, Unfassbares und Transzendentes. Dunkel war’s, der Mond schien helle, Als ein Wagen blitzeschnelle Langsam um die Ecke fuhr; Drinnen saßen… Continue Reading „87. Einbruch des Surrealen“
Eine Schmähschrift Von Michael Gratz (Aus: Wiecker Bote 27-29/1999) Als ich einmal, in DDR-Jahren, zornig das Wort Beamte gebrauchte, wurde mir Belehrung zuteil: die gebe es in der DDR nicht. Voilà – diese Tür steht vielen offen. Beamte in der Literatur? Ja, als Türsteher. Jack… Continue Reading „86. Der Fall Anders? Nein – der Fall des Literaturbeamten“
Ich erhielt die traurige Mitteilung, daß der Schriftsteller Richard Anders in der Nacht von Sa. 23. auf So. 24.6. in Berlin, im Wenckebach-Klinikum, im Alter von 84 Jahren wahrscheinlich an Herzversagen verstorben ist. Genau am Sonnabend vor 14 Jahren erhielt er in Greifswald den ersten… Continue Reading „85. Richard Anders verstorben“
Basierend auf dem Poem Muspilli Spezial von Bert Papenfuß, einer sehr spezifischen Anwendung des Muspilli-Textes aus dem 9.Jahrhundert auf heutige Verhältnisse, und dessen diversen Vertonungen, erschienen als Beilage des zonic #13,5 (ebendort auch nachzulesen). Hier inklusive eines exklusiven Textes von RQM, inspiriert vom Muspilli,… Continue Reading „83. Eine lyrische Weltuntergangsexkursion in Dub“
1980 erscheint eine erste Sammlung englischer Punk-Songtexte mit deutschen Übersetzungen, I Hate The Universe, herausgegeben von Sylvia James *3), darunter Killing An Arab von Cure, eine Aufarbeitung von Albert Camus’ Der Fremde. Camus, so scheint es, liegt mit seinen Sätzen von der zärtlichen Gleichgültigkeit der Welt hochaktuell in den jungen… Continue Reading „81. Musiker sind die besseren Dichter geworden“
… Memoiren, Menschen, Metamorphosen, Mnemosyne, Monologen (und hätte ich dieses mein Schreiben nicht), Morphemen, Musik (also aus allem beziehe ich meine Sprache, Material aus verschiedenen Quellen, Bild, Gespräche, Musik, überhaupt die Musik, überhaupt habe ich der Musik immer unrecht getan, sie immer ins Unrecht gesetzt oder wie soll… Continue Reading „80. M-Z (Theo Breuer über Friederike Mayröcker)“
Unter dem Namen Martin Mollnitz veröffentlichten die Zeitung Freitag und die Greifswalder Wasser-Prawda vor einigen Wochen ein Pamphlet angeblich über die junge Lyrik, die saft- und kraftlose Selbstbespiegelung sei im Unterschied zu den kraftvollen Versen des Herrn Mollnitz. Der sprach zwar nicht wirklich von… Continue Reading „78. Mollnitziade“
Harsch das Urteil des Rezensenten über den dritten Band von Matthias Göritz: Leider muss man konstatieren: Anstatt das Potenzial seiner Werkzeuge auszunutzen, fasern die Gedichte in labberiges Pathos aus, verfallen in einen rhythmisch unglücklichen Stop-and-Go-Modus oder hüllen noch die belanglosesten Gedanken in den Anschein… Continue Reading „77. Anschein von Literarizität“
Mitgerissen in einem assoziativen Strom von Berührungen, Düften und stillen Augenblicken staunt der Leser über den Bauchladen voller Merkwürdigkeiten, den die Autorin Anne Dorn ihm anpreist. Sie hat viel zu erzählen. „Und aus solchem Reichtum, / den ich mit mir herumschleppe, / erwächst mir… Continue Reading „76. Seltsame Sucht, sich aufzurichten“
Getwitterte Abiperlen aus Frankreich 2012: „Sprechen wir von Rimbauds Werk. Rimbaud hat viele Teile… Rimbaud 1 Rimbaud 2 Rimbaud 3…“ „Wie Bonaparte konnte Jules Cäsar mehrere Briefe gleichzeitig diktieren, das nennt man Diktator.“ / e-orientations
Valeri Scherstjanoi Auf dem Weg zum Scribentismus. Experimentelle Texte und Gesten. 1982-1989 Ausstellung (Teil1) 30. Juni – 28. Juli 2012 Vernissage: Samstag, 30. Juni 2012, 18-22 Uhr Rumpsti Pumsti (Musik) Weserstr. 165, Berlin 12045 Die Ausstellung ist der erste Teil einer Ausstellungsreihe, die sich… Continue Reading „73. Unterwegs“
Am Donnerstag, den 28. 6., ist es soweit: München hat eine neue Lesereihe, die sich ausschließlich neuer Lyrik widmet. Drei Mal im Jahr laden Walter Fabian Schmid und Tristan Marquardt drei Lyriker/innen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum ein, die erst einen oder noch keinen… Continue Reading „72. 3 lyrische Ichs“
Georg Kulka | Dem Libanon Dem Libanon, dem jüngst im Flügelkleide schwärmenden, Wuchs heut der Regen bleicher aus der Stirne. Knatternd, als man die Seide zerbrach. O du hellhöriger höllhärener Morgen! Der Tag blieb dir im Munde stecken. Aber die Wolken poltern sich… Continue Reading „71. Dem Libanon“
Von Felix Philipp Ingold Ein merkwürdiges Phänomen sind jene Kommentare Ingolds, die so vernichtend wirken, als wollten sie einem die Lust zum Weiterlesen austreiben. Man versteht nicht, wie ein Herausgeber, von dem man doch meinen sollte, er empfehle seine Ausgabe, sich derart selber ein Bein… Continue Reading „69. Replik“
Erlanger Poetik-Kolleg 2012 mit Gerhard Falkner. Am 20.6. u.a. über „Gegensprechstadt“, am 18.7. über die dann druckfrisch vorliegenden „Pergamon Poems“. 20.6., 19.30 h, Kino im e-werk, Fuchsenwiese 1, 91054 Erlangen 18.7., 19.00 h, Akademie der bildenden Künste, Bingstraße 60, 90489 Nürnberg Mehr
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