Kategorie: Europa

Die jüdischen Mädchen

Berta Lask (* 17. November 1878 in Wadowice, Galizien; † 28. März 1967 in Berlin) Aus:

Lorelei

Heute ein altbekanntes romantisches Gedicht, ein Lied (in leicht verfremdeter Gestalt). Heinrich Heine 1 Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,  9 x/xx/xx/x 2 Daß ich so traurig bin.                6 x/x/x/ 3 Ein Märchen aus alten Zeiten,… Continue Reading „Lorelei“

Sonett

Daniel Schiebeler (* 25. März 1741 in Hamburg; † 19. August 1771 ebenda) Das Sonnett Du foderst ein Sonnett von mir; Du weißt, wie schwer ich dieses finde, Darum, du lose Rosalinde, Versprichst du einen Kuß dafür. Was ist, um einen Kuß von dir,… Continue Reading „Sonett“

Wird sich entzünden das Gras

Ludvik Kundera (* 22. März 1920 in Brno / Brünn; † 17. August 2010 in Boskovice) Dreimal den Schlüssel gedreht Der Fall der Dinge Zwischen den Sätzen Staub eine Handvoll Was dauert? Dreimal den Schlüssel gedreht       das Gedicht die sieben Fälle… Continue Reading „Wird sich entzünden das Gras“

Tage gehen

Jayne-Ann Igel Tage gehen sie giengen schön*, wir liefen davon, liefen „weg“, wie es auch heißt, nicht aus respekt, machten uns wegsam, mussten sehen, was kommt, das war der ausweg, führte wohin, weg nur nicht mehr, das stottern im schritt, an der ampel grün… Continue Reading „Tage gehen“

Nun ruhen alle Wälder

Paul Gerhardt (* 12. März jul./ 22. März 1607 greg. in Gräfenhainichen; † 27. Mai jul./ 6. Juni 1676 greg. in Lübben) 1. Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder, Es schläft die ganze Welt; Ihr aber, meine Sinnen, Auf auf, ihr… Continue Reading „Nun ruhen alle Wälder“

Wir sehn uns dann zur Frühandacht

Peter Hacks (* 21. März 1928 in Breslau; † 28. August 2003 bei Groß Machnow) KLOSTERIDYLL Es sprach ein Mönch zu seiner Nonne: Komm her, du meine Herzenswonne, Ich bin noch jung, du bist noch schön, Laß uns geschwind zu Bette gehn. Noch ist… Continue Reading „Wir sehn uns dann zur Frühandacht“

Entwurf zu einer Ode

Friedrich Hölderlin (* 20. März 1770 in Lauffen am Neckar; † 7. Juni 1843 in Tübingen) Entwurf zu einer Ode (Notation der ersten Ansätze)          Die neuesten Richter Vormals richtete Gott.                    … Continue Reading „Entwurf zu einer Ode“

1 Gedicht, 4 Versionen

Emma Andijewska (ukrainisch Емма Андієвська; * 19. März 1931 in Donezk, Sowjetunion; lebt in München) Hans Thill (Hrsg.): Vorwärts, ihr Kampfschildkröten. Gedichte aus der Ukraine. Zweisprachige Ausgabe ukrainisch-deutsch. Heidelberg: Wunderhorn, 2006. – 188 Seiten, Format: 13.5 x 21 cm, gebunden, mit Lesebändchen, bibliophile Ausstattung… Continue Reading „1 Gedicht, 4 Versionen“

Budget

Srečko Kosovel (* 18. März 1904 in Sežana, Österreich-Ungarn, heute Slowenien; * 26. Mai 1926 in Tomadio, Italien, heute Tomaj, Slowenien) Aus: Srečko Kosovel: Ahnung von Zukunft. Gedichte. Leipzig: Reclam,. 1986, S. 83

Modern

Josef Svatopluk Machar (* 29. Februar 1864 in Kolín, Österreich-Ungarn; † 17. März 1942 in Prag) Sonett von der Definition moderner Poesie Brevier der Tränen, Herrscher, Scherwenzen Histörchen, neu in Strophen verwahrt und Großmauls ausgedroschne Sentenzen im Bühnenschritt auf Kothurnenart auch Satane, verkommene Teufelsschwänze… Continue Reading „Modern“

wir brauchen eine neue lyrik

Jan Faktor wir brauchen eine neue lyrik (auszug) Aus: Figuren & Capriccios. Hrsg. Jörn Luther u. Jürgen M. Paasch im Auftrag des Literaturbüros Thüringen e.V. Verlag: Krash Verlag, Köln / Berlin / Weimar, 1995

Volk des Reims

Jóhannes úr Kötlum (1899-1972) Ein Volk des Reims Mein Land – das war ein Einsiedler im Meer des kühlen und blaufunkelnden Nordens: dort dröhnte sprühweiße Brandung an Felsenkanten und endlosen Sanden. Und mein Volk war die Hulda im Tal die hinaus in die rätselhafte… Continue Reading „Volk des Reims“

Zum Gedichte

Eysteinn Ásgrímsson (isländischer Mönch und Dichter, * ca. 1310, † 14. März 1360; od. 1361?) Aus: Die Lilie 98. Wer ein schwierig Maß will wählen, Muß sich zum Gedichte quälen Alte Worte, kaum zu zählen; Schwer wird’s dann, den Sinn zu stehlen. Hier kann… Continue Reading „Zum Gedichte“

Utopia

GÜNTER KUNERT Minus Langsam verlieren wir das Bewußtsein von unseren Verlusten und so leiden wir an Knappheit keinen Mangel. Aus: Unterwegs nach Utopia, Hanser 1977 In der gleichnamigen DDR-Ausgabe, Aufbau Verlag Berlin und Weimar 1980, fehlt das Gedicht. Wenn Sie die besitzen, fügen Sie… Continue Reading „Utopia“