Kategorie: Europa

Homer lesen

Pierre de Ronsard (Geboren 6. September 1524* im Château de la Possonnière bei Couture-sur-Loir; † 27. Dezember 1585 im Priorat Saint-Cosme bei La Riche, Touraine) *) nach der deutschen Wikipedia. Die französische aber sagt: Sein Geburtsdatum ist ungewiss, nach einer zeitgenössischen Fälschung fällt es… Continue Reading „Homer lesen“

Zwei Abschnitzel von Goethe

Johann Wolfgang Goethe Onckel und diri bleiben Werden ich dumsi da Also nit weiter treiben Mochten im samsi da. S. 685 A. Das ist wieder ein gefährliches Buch! B. Gefährlich! Gefährlich! Was gefährlich. Gefährlich sind solche Bestien, wie ihr seid. Die alles ringsherum mit… Continue Reading „Zwei Abschnitzel von Goethe“

Der Traum. Le Rêve

Henri Rousseau (genannt „Le Douanier“, Der Zöllner; * 21. Mai 1844 in Laval; † 2 . September 1910 in Paris) Der Traum Jadwiga, süß entschlummert kaum, Hat einen wunderschönen Traum; Der Flöte Ton dringt an ihr Ohr, Ein guter Zauberer ruft ihn hervor. Das… Continue Reading „Der Traum. Le Rêve“

Die Schönheit ist anspielungsreich

Innokentij Annenskij (* 20. August jul./ 1. September 1855 greg. in Omsk; † 30. November jul./ 13. Dezember 1909 greg. in Sankt Petersburg) Die Poesie In dir sind quälerisch verbunden Des Lebens Zufall und der Schöpfergeist, Die Schönheit ist anspielungsreich, So kann sie sich… Continue Reading „Die Schönheit ist anspielungsreich“

nach dem zweiten krieg

Wolfgang Hilbig >nach dem zweiten/krieg< nach dem zweiten krieg vergaß man beim aufräumen einige vokabeln aus der weit zu schaffen. noch immer nicht sind aus der deutschen sprache verbannt wörter wie unverbrüchlich unzertrennlich uneinnehmbar unbesiegbar. rundfunk und presse. ach arme beine zu allengutendingen –… Continue Reading „nach dem zweiten krieg“

Christel

Gretchen, Klärchen, Friederike, Christel, Lili, Lotte, Christiane, wie sie alle heißen. Die einen spielen eine Rolle in der Dramaturgie von Theaterstücken, die den Titel von Männern haben (Faust, Egmont) und denen sie untergeordnet sind. Gretchen, das ist natürlich keine Liebesgeschichte, sondern die Geschichte einer… Continue Reading „Christel“

Frauengestalten

Weimar im August 2019: das Künstlerkollektiv „Frankfurter Hauptschule“ bewirft Goethes Gartenhaus in Weimar mit Toilettenpapierrollen (sie sagen, sie hätten es „geschändet“), um auf sexistische Tendenzen in seinem Werk (Heidenröslein verharmlose eine „brutale Vergewaltigung“, sein Werk strotze „vor erotischen Hierarchien zu Ungunsten seiner Frauenfiguren“). Wers… Continue Reading „Frauengestalten“

Das Übliche: Jugend, Kämpfe, Kerker

Iwan Franko (ukrainisch Іван Франко, wiss. Transliteration Ivan Franko; * 27. August 1856 in Nahujewytschi, Galizien, Kaisertum Österreich; † 28. Mai 1916 in Lemberg, Galizien) Nikolai Nekrassow Nikolai Nekrassow (russisch Николай Алексеевич Некрасов, wiss. Transliteration Nikolaj Alekseevič Nekrasov; * 28. November jul./ 10. Dezember… Continue Reading „Das Übliche: Jugend, Kämpfe, Kerker“

Wenn man mich machen ließe

Guillaume Apollinaire (* 26. August 1880 in Rom, Italien; † 9. November 1918 in Paris) Wenn man mich machen ließe Zeit du allein der Weg von einem Punkt zum andern Wenn man mich machen ließe hätt ich bald verändert Das Herz der Menschen und… Continue Reading „Wenn man mich machen ließe“

Jetzt tut man mir nichts mehr beim Militär

Alfred Lichtenstein (* 23. August 1889 in Wilmersdorf; † 25. September 1914 bei Vermandovillers, Département Somme, Frankreich) Jetzt tut man mir nichts mehr beim Militär. Wer achtet noch auf mich. Man hat sich längst gewöhnt An meine sonderbaren Zivilistenaugen. Beim Exerzieren bin ich halb… Continue Reading „Jetzt tut man mir nichts mehr beim Militär“

Ein Scherz ist alles nur

Jan Kochanowski (* 1530 bei Radom; † 22. August 1584 in Lublin) EPIGRAMME I, 3 ÜBER DAS MENSCHLICHE LEBEN Ein Scherz ist alles nur, was immer wir ersinnen, Ein Scherz ist alles nur, was immer wir beginnen; Kein Ding auf dieser Welt bleibt je… Continue Reading „Ein Scherz ist alles nur“

Nach und von Rimbaud

Nach Rimbaud VIERZEILER Sterne weinten rosen in deine pulsenden Ohren; Unendlichkeiten – weiß vom Hals zu den Lenden – sanken; Das Meer hat rote Perlen an glühe Brüste verloren, Und der Mann verblutete schwarz an deinen gebietenden Flanken. Aus: Alt- und neufranzösische Lyrik in… Continue Reading „Nach und von Rimbaud“

Wolker

Jiři Wolker (* 29. März 1900 in Prostějov; † 3. Januar 1924 ebenda) Epitaph für Jiři Wolker Hier liegt der Wolker, ein Poet, er liebte sehr die Welt, zutiefst verbunden der Gerechtigkeit. Doch starb er, vierundzwanzigjährig, vor der Zeit, bevor er in der Hand… Continue Reading „Wolker“

So soll es sein

Pierre-Jean de Béranger (* 19. August 1780 in Paris; † 16. Juli 1857 ebenda) Mein Freistaat Ich kann nur noch den Freistaat leiden, Seit soviel Kön’ge ich geseh’n. Ich mach‘ mir einen und bin fleißig. Mit gutem Brauch ihn zu verseh’n. Nur Heiterkeit sei… Continue Reading „So soll es sein“

Hätte ich ein Fünkchen Glück

Theodor Däubler (* 17. August 1876 in Triest, Österreich-Ungarn; † 13. Juni 1934 in St. Blasien, Schwarzwald) Hätte ich ein Fünkchen Glück, wäre alles anders! Wollte blauer Tauwind hold meine Segel schweelen, Blitzte gleich durch mich der Geist eines kühnen Landers, Und ich müßte… Continue Reading „Hätte ich ein Fünkchen Glück“