Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
«In den Buchläden stapeln sich / Die Bestseller Literatur für Idioten / Denen das Fernsehen nicht genügt / Oder das langsamer verblödende Kino» – schrieb er ein Jahr vor seinem Tod. Mancher hat ihn einen Zyniker genannt, aber seine provozierende Ästhetik war so etwas… Continue Reading „«Literatur für Idioten»“
Julia Engelmann, Jungstar aus der Poetry-Slam-Szene, zeigte dem begeisterten Publikum im ausverkauften Lutherhaus, was sie unter moderner Lyrik versteht. / noz.de
Zwei Jahre später hat sich Erika Mann mit ihrem politischen Kabarett «Die Pfeffermühle» erfolgreich auf die Abschussliste der Nazis gespielt. Nun ist sie auf der Suche nach einem attraktiven Heiratspartner – oder vielmehr einem heiratsfähigen Mann mit attraktiver Nationalität. Es ist keine einfache Situation:… Continue Reading „Der Bräutigam“
Nicht nur im Kapitel „Rost Pfiff“, der homofonen Teilübertragung von Gertrude Steins „Roastbeef“, wird das Feingefühl für Assonanzen, Alliterationen und allerart andere Klangfiguren deutlich. So wird noch im Zorn dessen rußartige Ernsthaftigkeit mit Hilfe von Klangspielen aufgebrochen und ironisiert: „ich hege Zorn. Habe Kleister,… Continue Reading „Was weißt du schon von prärie“
Anfang der 1980er sah es gar so nicht schlecht aus für Rainer René Muellers Dichterkarriere. Der geborene Würzburger bekam ein Stipendium des Berliner Senats und den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis. Dann wurde es allerdings still um ihn. Bis auf ein paar gemeinsame Projekte mit bildenden Künstlern und… Continue Reading „Rainer René Mueller“
All diese Metamorphosen und Mutationen des anarchistischen Biotops im Prenzlauer Berg kann man nun in einem herrlich ausgestatteten und mit Zeichnungen von Ronald Lippok und heiteren Fußnoten von Papenfuß versehenen Buch nachlesen, das in dem Nürnberger Künstlerbuch-Verlag „starfruit publications“ erschienen ist. Allein schon die… Continue Reading „Psychonautikon Prenzlauer Berg“
ob gewünscht oder nicht – schon 2015 war für uns ein neues, neuartig fremdes Jahr Hansjürgen Bulkowski
Mit seinem neuen Lyrikband setzt der 1977 geborene Daniel Falb Maßstäbe für die Qualität politisch und gesellschaftlich relevanter Poesie heute. Der in Berlin lebende und im kookbooks-Verlag beheimatete Autor hat Naturwissenschaften und Philosophie studiert. Mit französischen Klang hat Falk den Titel seines neuen Lyrikbandes… Continue Reading „Starker Tobak“
Die Wahrheit ist dann doch eher so wie in den Gedichten von Ror Wolf: „Seit zwanzig Jahren das vertraute Schnaufen / in Mainz im Müll im März im dritten Stock, / im großen Zimmer wo ich hock im trock / im trocknen Rock beim… Continue Reading „In Mainz im Müll im März“
Technische Neuerungen sind immer auch eine Chance für scheinbar überholte literarische Formen. Bisher bilden die kleinen Formen in jeder Systematik der Literaturwissenschaft neben Epik, Lyrik und Dramatik mit unterschiedlichen Bezeichnungen eine Randgruppe: Epigramm, Sprichwort, Prosagedicht, Kürzestgeschichte und selbstverständlich der Aphorismus. Dank des Kurznachrichtendienstes Twitter… Continue Reading „Twitteratur“
Am 5. Dezember 1965 schreibt Kulturredakteur Klaus Höpcke im SED-Zentralorgan „Neues Deutschland“ bildkräftig über die „Drahtharfe“: „Was Wunder, dass Biermann in einem (…) Gedicht davon faselt, die Partei der Arbeiterklasse hacke sich die Füße ab. In Wirklichkeit handelt es sich um die tönernen Füße… Continue Reading „Absturz der Nationalkultur“
Seelenverwandschaft, Wahlverwandschaft – Peter Wawerzinek schreibt über den großen walisischen Dichter Dylan Thomas, und schreibt dabei auch über sich selbst: „Ich – Dylan – Ich“ / BR
Ein böser Streit zweier Dichter, die ich bewundere (beide auch im polemischen Zugriff, wenn auch vielleicht nicht in jeder polemischen Windung) zuckt durch die Szene. Ich widerstehe der Versuchung, was auch immer „bezeichnende“ Stellen herauszupicken, sondern zitiere jeweils die ersten vier Sätze in umgekehrt chronologischer… Continue Reading „12 Sätze“
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