Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Den Wahl-Leipziger Hans-Ulrich Treichel stellt die Leipziger Volkszeitung am 13.1.03 vor.
Zu diesem Glück mag auch die Wahlheimat seit 1986 gehören, Italien. Dort scheint München präsenter zu sein als in München selber, das München, wie es einmal war. Dort lässt sich auch ungestörter die bestechende Rhythmik und die vertrackte Gedanklichkeit des poetischen Hauptwerks weitertreiben. «Denn»,… Continue Reading „München in Italien“
mitte linie das andere tafel ebe ne stunde kopf sonde feile hammer messer.“ Dies ist kein Gedicht von Ernst Jandl, sondern ein Telegramm von Karl Kraus und zugleich eines der vielen unverhofft schönen Momente in diesem außerordentlichen Briefwechsel, den man wegen der vielen, meist… Continue Reading „„Meteor kosmos nach ziel licht“
sieht der Rezensent der Süddeutschen in einem Hörbuch vom Hamburger Poetry Slam (17.12.02) International German Poetry Slam 2001. Live-Mitschnitt aus der Hamburger Markthalle November 2001. 2 CDs, 130 Minuten Gesamtlaufzeit. Hoffmann und Campe Verlag, 2002. 21,90 Euro.
In der Textgalerie des Freitag (Nr. 51) erinnert Michael Buselmeier an Aufstieg und Sturz des Lyrikers George Forestier (der hatte 1952 mit dem Gedichtbuch „Ich schreibe mein Herz in den Staub der Straße“- angeblich von einem Fremdenlegionär geschrieben – fast die gesamte Fachwelt genarrt,… Continue Reading „George Forestier“
In der Süddeutschen vom 14.12.02 bekennt sich Matthias Politycki – nämlich „zur Fraktion von Robert Gernhardt und seinen Adepten“ (sagt Joachim Sartorius) – – – In der NZZ hält Hans Magnus Enzensberger Abschied von Max Sebald, und in der FAZ-Anthologie kommentiert Walter Hinck Theodor… Continue Reading „Gedichte zum Samstag“
Meret Oppenheim hat sich selber vergnügt zugeschaut, wenn sie schrieb. Sie beobachtete ihre Spracheinfälle und was die so alles anrichten, «mitnichten mitneffen mit Kaspar mit Kuchen». Sie verfolgte, wie Klänge sich weiterzeugen, welche Silben und Wörter sie nach sich ziehen. So: «Kacherache, panache, /… Continue Reading „Die oft traurige“
Für die NZZ (14.12.02) bespricht Nico Bleutge: Dieter M. Gräf: Westrand. Gedichte. Suhrkamp-Verlag, Frankfurt am Main. 159 S., Fr. 26.40 (siehe auch Süddeutsche 11.12.02; Die Zeit 2.10.02)
Greifswald (OZ/EB) Das Literaturzentrum Vorpommern präsentiert am Donnerstag um 20 Uhr zusammen mit dem Mueckenschweinverlag Stralsund und der Zeitschrift „KunstLeuteKunst“ eine Nacht der Lyrik im Wolfgang-Koeppen-Haus. Es lesen: Nele Wichert aus Rostock, die als Lyrikmeisterin des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet wurde; Gunter Lampe und Richard… Continue Reading „Lyriknacht im Literaturzentrum Koeppenhaus“
Franz Josef Czernin zählt zu den Dichtern, die sich selbst deuten können. Er sucht das Wesen der Dinge in den Worten, die sie bezeichnen, gleichsam unter Laborbedingungen. Jede Konnotation soll eine Konsequenz haben. Dabei entsteht ein Klanggewitter, das den Zuhörer Zuflucht im Erstaunen nehmen… Continue Reading „Klanggewitter“
(so Rühmkorf) Robert Gernhardt wird am 13.12. 65. Es gratulieren: Nürnberger Zeitung (Nicholas Neu, dpa) 11.12.02 (und fast alle anderen).
heute in Weimar und gilt als einer der bedeutendsten Lyriker Deutschlands. Seit 1987****) hat er zahlreiche Gedicht- und Prosabände veröffentlicht. Martin Walser urteilte schon 1988 über ihn: „Der lebt ja nicht von Urteil, Idee, mediengerechter Apokalypse. Der lebt von Gegenständen, nächster Nähe. Der lebt… Continue Reading „Wulf Kirsten lebt“
meist aber voller Eros, Liebe und Zärtlichkeit schreiben diese Frauen. „Als ich ihre Liebesgedichte gemacht habe, war ich ein Jahr lang eine Frau“, sagt Dutli zu seiner Übersetzertätigkeit und beschreibt damit seine eigene Innigkeit, Vertrautheit, ja Verliebtheit zu den Texten. „Mit dem Strohhalm trinkst… Continue Reading „Mal politisch,“
beschäftigt sich auch Herr (?) Jamal Tuschik in der FR vom 9.12.02: Die aus Dresden gebürtige Germanistin Ines Geipel eröffnete ihren Beitrag mit einem Gedicht von Jutta Petzold, „der Konter-Stimme zu Christa Wolf“, wie man erfuhr. Zu hören war, dass „die Ohren der Männer… Continue Reading „Mit Frauen im Literaturbetrieb“
***) Zum Vergleich hier der fast komplette Anteil von Weltlyrik in der jüngsten Ausgabe der „Zeit“: der besteht aus einem FAZ-Zitat folgenden Wortlauts in einer Anzeige von S. Fischer: „Deutschlands wichtigster Poet“, darüber in Fett: Robert Gernhardt. – Lesen Sie lieber weiter in der… Continue Reading „Lage der Dinge“
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