Kategorie: Deutsch

119. Meine Anthologie 43: Gedicht mit Kommentar

Ich sage noch ein Wort für die ausgesuchtesten Ohren: was ich eigentlich von der Musik will. Dass sie heiter und tief ist, wie ein Nachmittag im Oktober. Dass sie eigen, ausgelassen, zärtlich, ein kleines süsses Weib von Niedertracht und Anmuth ist … ich werde… Continue Reading „119. Meine Anthologie 43: Gedicht mit Kommentar“

116. FIXative

Neue FIXative bei fixpoetry.com: + FIXativ „Ein Lied wie ein Gedicht“ eine Interpretation des Gedichtes „Dirindina la malcontenta“ – ein altes Schlaflied aus der Toskana von Frank Milautzcki ++ FIXativ Gedicht: RATINGER HOF, ZETTBEH (3) von Thomas Kling mit einer Interpretation von Frieder von… Continue Reading „116. FIXative“

115. Matrjoschkapuppe

Es gibt Gedanken, die aus anderen Gedanken hervorgehen. Einige Menschen überraschen uns. Sie ziehen ein weißes Kaninchen nach dem anderen aus dem Zylinder. Das läßt an die russische Puppe Matrjoschka denken. Man kann sie öffnen. Dann erscheint eine weitere Puppe. Das setzt sich fort,… Continue Reading „115. Matrjoschkapuppe“

114. Die Einzelgängerin Erika Burkart

Und sogar einem Ereignis wie einer Fussball-WM vermochte sie überraschende Seiten abzugewinnen, die weit über das Toreschiessen hinausgehen: «Fussball-Weltmeisterschaft,/ Urahne, Grossvater, Vater und Kind/ am Fernsehkasten versammelt sind./ Schön leer die Landschaft,/ unterwegs nur der Wind,/ und ein Einzelgänger, der bannt,/ dass auch die… Continue Reading „114. Die Einzelgängerin Erika Burkart“

113. Geistersehen

Sechs Jahre später demonstriert sie nun in den neun Zyklen von «Geistersehen», dass Naturdichtung immer nur Distanznahme sein kann und mitnichten das mystische Einssein mit den Dingen stiftet. «Was uns die Sicht verbarg», so formuliert in schöner Paradoxie das Gedicht «Imponderabilien», «war das Sichtbare;… Continue Reading „113. Geistersehen“

111. Sächsischer Literaturfrühling

Literaturfrühling in Leipzig, und alle kommen. DAS „Spezialorgan für Lyrik und ihre Poetologie“, die von Urs Engeler herausgegebene Zeitschrift „Zwischen den Zeilen“ ist gleich mit allen Autoren der aktuellen Nummer dabei: Konstantin Ames, Michael Fiedler, Andrea Heuser, Kerstin Preiwuß, Bertram Reinecke und Daniela Seel… Continue Reading „111. Sächsischer Literaturfrühling“

107. Bericht aus Solothurn

Erfrischend an diesem seltsamen Abend waren allein die Musiker: Der Lyriker Raphael Urweider improvisierte am Flügel, und der junge Slam-Poet Kilian Ziegler brachte in seiner Elegie über die Not des eigenen Gewerbes die Worte zum Tanzen – und das Publikum einschliesslich Peter Bichsels ins… Continue Reading „107. Bericht aus Solothurn“

104. Die Sonne umarmen

Matinee im Freien Werkstatt-Theater Zugweg. In der Reihe „Die Sonne umarmen – 1000 Jahre deutschsprachige Lyrik von Frauen“ tritt die Lyrikerin Ulrike Draesner auf. 6. Juni in Köln, 11.30 Uhr

103. BMW-Lyrik

Der Wagen fährt gut! Ich spüre den Genuss! Ich überlege, mein Tweedjackett anzuziehen. Ich denke an der Havelchaussee plötzlich über Shelley-Gedichte nach. Das muss der BMW sein. Ich mag das. / Die Welt

102. „Hobe“ und „dobe“

Es wurde deutlich, dass Dialekt immer mehr ein Exotendasein führt und vom Aussterben bedroht ist. Doch hat er auch seine Vorteile, wie der Abend zeigte. Denn er verkürzt Aussagen: Mit wenigen Worten kann mehr gesagt werden, es entsteht kein Sinnverlust. Der Sprecher vermittelt dem… Continue Reading „102. „Hobe“ und „dobe““

101. Deutscher

Oft konnte man in den Achtzigerjahren ein deutschsprachiges Gedicht nicht allein am Thema, vielmehr an seiner Machart als Gedicht aus der DDR identifizieren, ohne den Autor zu kennen. Die Lyrik – Produktion in der DDR blieb weitgehend unbeeinflusst von artifizieller Hermetik, neuer Subjektivität oder… Continue Reading „101. Deutscher“

98. Celans Kreidestern

Von der ehemaligen Geliebten eines berühmten Dichters, die erst ein halbes Jahrhundert später ins Licht der literarischen Öffentlichkeit tritt, könnte man eine Fuhre Allzumenschliches erwarten. Die einundachtzigjährige Brigitta Eisenreich erhebt subtilere Ansprüche. In die vielbearbeiteten Claims der Celan-Philologie dringt sie ein und sagt: Ich… Continue Reading „98. Celans Kreidestern“

97. Höchstdotierter Preis an Paulus Böhmer

BILD meldets zuerst (da wird Huchel blaß!): Der Dichter Paulus Böhmer erhält für sein lyrisches Gesamtwerk den Hölty-Preis für Lyrik in Hannover. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Das in fast fünfzig Jahren geschaffene Werk von Böhmer stehe einzigartig in der zeitgenössischen deutschen… Continue Reading „97. Höchstdotierter Preis an Paulus Böhmer“

96. Jugend dichtet Gott

Die Jugendbeauftragten der Evangelischen und Katholischen Kirche der Region Gera schreiben einen deutsch-polnischen Lyrikwettbewerb für Jugendliche aus. Die III. Edition des Projektes „Jugend dichtet Gott“ steht unter dem Motto „Göttlich gute Gebote“. Eine Jury aus polnischen und deutschen Sprachlehrern sowie evangelischen und katholischen Theologen soll… Continue Reading „96. Jugend dichtet Gott“

95. Tagebrüche

Jetzt lässt der Dichter, Literaturwissenschaftler und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift «Sic» erneut von sich hören: In «Tagebrüche» huschen Nachtgestalten und Tagträume durch kunstvoll versetzte Zeilen. Der Titel lässt auch Assoziationen wie Tagebücher, Tagebau oder Anbruch wie Abbruch aufkommen, zweifelsohne von dem klugen Poeten gewollt, der… Continue Reading „95. Tagebrüche“