Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Vor zwei Jahren ist die erste Gesamtausgabe der Lyrik Wilhelm Klemms erschienen. Nun hat Imma Klemm, die diesen bibliophilen Band gemeinsam mit Jan Röhnert herausgegeben hat, aus aktuellem Anlass nachgefasst und ein Taschenbuch vorgelegt. Das Buch bietet wertvolles, zum Teil bislang unveröffentlichtes Material über… Continue Reading „12. Wilhelm Klemm“
Als in Freiburg vor 25 Jahren, 1989, die erste Begegnung zwischen elf Schriftstellern des Staates Israel und zwölf Autoren der Bundesrepublik und der DDR stattfand, die berühmten „4 Tage im Mai“, war Tuvia Rübner unter den Gästen. Damals schrieb er Hebräisch und hatte längst… Continue Reading „11. Tuvia Rübner“
Riccioli, Möbius. Die Gedichte des Bandes tragen die Namen von Mondkratern; indem die Mondkrater freilich nach berühmten Menschen benannt sind, ergibt sich hier die Möglichkeit zur doppelten Semantisierung, was zwar zuweilen aufleuchtet, aber soweit ich sehen kann und verstehe, nicht durchgängig zum Prinzip des… Continue Reading „10. Grünbeins Reime“
Angelika Janz ist Forscherin in dem Universum der Wörter. Sie malt mit ihren Texten, sie malt und integriert ihren Text. Sie montiert Texte im Raum. Karl Heinz Mauermann Daß moderne Literatur nicht nur im begrenzten Format eines Buches seinen Platz hat, belegen der Multimediakünstler Peter… Continue Reading „8. Wahrung der Worte“
Der Robert-Gernhardt-Preis geht in diesem Jahr an die Autorin Ulrike Syha und den Schriftsteller Kurt Drawert. Sie teilen sich das Preisgeld in Höhe von 24000 Euro, wie das Kunstministerium in Wiesbaden am Montag mitteilte. Syha wurde für ihren ersten, noch unveröffentlichten Roman „Der Korridor“… Continue Reading „4. Halber Gernhardt für Drawert“
Wir starten heute den Lyriksommer – unser Programm wird in den nächsten Wochen also ganz im Zeichen der Poesie stehen. Den Auftakt macht der Verleger und Lyriker Michael Krüger. Er weiß, wie schwer es Poesie in der Verlagslandschaft hat. Lyrik zu publizieren, sei ein… Continue Reading „3. Tot vom Stuhl“
Theo Breuer schreibt: Heute wird Hans Bender 95. In der vor wenigen Tagen erschienenen Akzente-Ausgabe (Heft 3/Juni 2014) lese ich neben Gedichten von Klaus Merz, Andrea Zanzotto, Karin Fellner, Armin Senser, Rita Dove, Arben Idrizi u.a. ein Dutzend neue Vierzeiler des Nestors und jahrzehntelangen… Continue Reading „2. Hans Bender 95“
Ist ein Schriftsteller früher bei seiner Lektüre belletristischer oder fachspezifischer Literatur auf eine bemerkenswerte Stelle gestoßen, hat er sie notiert und vielleicht bei nächster Gelegenheit als Motto einem Roman vorangestellt, einem Essay oder einem Aufsatz eingefügt. Clemens J. Setz macht aus so einer Notiz… Continue Reading „1. Warum macht er’s?“
„Das Lachhafte am Leben ist seine Kürze die vorher wie Länge aussah. Der fliegende Wahnsinn der Jahre bewegt sich ohne unser Zutun ins Absurde und ist nur mit Sinn für Komik zu ertragen.“ In diesen Worten steckt die Lebensweisheit und Poetologie einer Dichterin, die,… Continue Reading „98. Für Sammler“
Gedichte sollen undurchsichtig sein, sollen eine verdichtete, hermetische Qualität haben. Wulf Kirsten pfeift auf gedichtete Gedichte. Sein Gedicht ist durchsichtig bis zur Offensichtlichkeit. Die Namen, einzig sie mit großen Buchstaben geschrieben: Brod, Kafka, Goethe, Gretchen, Kafka, Erfurter, diese Namen lassen auf den ersten Blick durchscheinen, worum es hier… Continue Reading „96. durchsichtig“
Die Lyrik von Zwetelina Damjanova gehört zum Überzeugendsten, was heute in Österreich an Gedichten geschrieben wird – vor allem in dieser Generation. Zwetelina Damjanova, 1979 in Sofia (Bulgarien) geboren, lebt seit 1987 in Wien, hat hier Romanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft studiert, arbeitet als Autorin,… Continue Reading „94. Durchdringung der Sprachen“
am iPhone in deiner Hand läuft ein Marienkäfer den Zeigefinger hoch, klappt seine roten Deckflügel auf, breitet die Hautflügel aus und fliegt ins Freie Hansjürgen Bulkowski
Die Abendjury vom 27.06.2014 wählte Konstantin Ames Markus Hallinger und Tobias Roth ins Finale. Der Lyrikpreis München bedankt sich bei allen beteiligten Lyrikerinnen und Lyrikern für den gelungenen Abend. Die nächste & letzte Einreichfrist 2014 ist der 20. August.
In meinem derzeitigen Lieblingsgedichtband “Morphine” gelingt es Mikael Vogel auf die feinste Weise, Lyrik subtil mit mathematischem Sachverstand zu verweben. In den Opiumdünsten und Textgespinsten entdecke ich immer wieder Versatzstücke, die mich, Kind einer Zahlenfamilie, auf Gedankenreisen schicken. Es begann schon bei der ersten… Continue Reading „87. Kontextuniversum“
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