Kategorie: Deutsch

Kanon der Vergänglichkeiten

O. T.

Crauss. männer sind also wie eine pfütze: die nähe zur gosse lässt sie erst glänzen. das öl macht aus verachtung achat. Aus: A. Kasnitz / C. Wenzel (Hrsg.): Westfalen, sonst nichts? Eine Anthologie. Köln: [SIC] Literaturverlag + parasitenpresse, 2013, S. 41 Das Gedicht erschien… Continue Reading „O. T.“

Suffragetten

RENATE RASP (Renate Rasp-Budzinski; * 3. Januar 1935 in Berlin; † 21. Juli 2015 in München) Suffragetten rissen uns ein neues Fenster auf, und ein frischer Wind wehte mit den Blättern in die guten Stuben, wirbelte den Staub von Büchern, Sonne schien in Ecken,… Continue Reading „Suffragetten“

So lallt sie noch immer

Mit Gedichten kann man viel machen – das ist das Gute daran. Man kann sie zum Beispiel lieben, hassen, bekämpfen oder ignorieren. Verstehen und mißverstehen sowieso / sowieso nicht. Das Gedicht Schatten Rosen Schatten von Ingeborg Bachmann, das ich gestern hier gepostet habe, es… Continue Reading „So lallt sie noch immer“

Schatten Rosen Schatten

Ingeborg Bachmann (* 25. Juni 1926 in Klagenfurt; † 17. Oktober 1973 in Rom) Schatten Rosen Schatten Unter einem fremden Himmel Schatten Rosen Schatten auf einer fremden Erde zwischen Rosen und Schatten in einem fremden Wasser mein Schatten

Maschinka

Eduard Mörike Maschinka Dieser schwellende Mund, den Reiz der Heimat noch atmend,    Kennt die Sprache nicht mehr, die ihn so lieblich geformt: Nach der Grammatik greifet die müßige Schöne verdrießlich,    Stammelt russischen Laut, weil es der Vater befiehlt. Euer Stammeln ist süß,… Continue Reading „Maschinka“

NOBEL VERSCHOBEN – NAHBELL VERDOPPELT

Zwei 19. Nahbellpreis-Gedichte von Sophie Reyer & Tanja Lulu Play Nerd G&GN-INSTITUT – Düsseldorf, den 21. Juni 2018 / Der Nobelpreis wird zwar nur „verschoben“ (wie viel Einfluss hat die königliche Änderung der noblen Statuten auf die Jury?), dafür wird der NAHBELLPREIS dieses Jahr… Continue Reading „NOBEL VERSCHOBEN – NAHBELL VERDOPPELT“

Bar auf die Kralle oder es knallt

Aus: O.O. o.J.:

dichterdroge

Elfriede Gerstl

kleines morgen grauen

Elfriede Gerstl kleines morgen grauen mit angst erwachen gedanken bebrüten am tor des schlafs    die sinne behüten die glieder liegen da wie ein kleid aus blei schnell aufstehen    dann geht der spuk vorbei Aus: Elfriede Gerstl: alle tage gedichte. schaustücke. hörstücke. Wien/München:… Continue Reading „kleines morgen grauen“

Als der Dichter

Hannelore Becker (* 3. Januar 1951 Leipzig; † 12. Februar 1976 Berlin) Aus: Vier Autorinnen in der frühen DDR. Hrsg. u. kommentiert von Ines Geipel. Berlin: Transit, 1999, S. 241

Gefrorenes Gras

Hannelore Becker (* 3. Januar 1951 Leipzig; † 12. Februar 1976 Berlin) Aus: Vier Autorinnen in der frühen DDR. Hrsg. u. kommentiert von Ines Geipel. Berlin: Transit, 1999, S. 223

Notausgang

Richard Pietraß (* 11. Juni1946 in Lichtenstein (Sachsen)) Aus: Richard Pietraß: Notausgang. Gedichte. Berlin u. Weimar: Aufbau, 1980

Poetopie

als Rechtshänder mit links schreiben – der Kopf denkt sich seinen Teil Hansjürgen Bulkowski

nein

Heute vor 18 Jahren starb Ernst Jandl. Er fehlt heute. nein nein nein nein nein nein nein (beantwortung von sieben nicht gestellten fragen)