Mit ’nem bißchen guten Willen geht’s schon

152 Wörter, 1 Minute Lesezeit

Klaus Möckel 

(* 4. August 1934 in Kirchberg in Sachsen) 


Mit ’nem bißchen guten Willen

Die Maus fängt die Katze
frißt schlankweg sie auf
Mit ’nem bißchen guten Willen
 geht’s schon

Das Bächlein springt munter
den Hügel hinauf
Mit ’nem bißchen guten Willen
 geht’s schon

Die Schnecke durchhastet
den Wald wie der Wind
Mit ’nem bißchen guten Willen
 geht’s schon

Die Frau schläft dem Mann bei
und macht ihm ein Kind
Mit ’nem bißchen guten Willen
 geht’s schon

Der Mann trägt das Kind aus
und später noch zwei
Mit ’nem bißchen guten Willen
 geht’s schon

Das Baby trinkt Bockbier
der Vater ißt Brei
Mit ’nem bißchen guten Willen
 geht’s schon

Mein Chef dieser Knurrhahn
macht ein süßes Gesicht
Mit ’nem bißchen guten Willen
 geht’s schon

Mein Verleger haßt Verse
doch er druckt dies Gedicht
Mit ’nem bißchen guten Willen
 geht’s schon.

Quelle: Poesiealbum 391. Klaus Möckel. Auswahl Jan Eik. Bilder von Archimura. Märkischer Verlag Wilhelmshorst 2025, S. 29

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