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Veröffentlicht am 10. Oktober 2025 von lyrikzeitung
152 Wörter, 1 Minute Lesezeit
Klaus Möckel
(* 4. August 1934 in Kirchberg in Sachsen)
Mit ’nem bißchen guten Willen
Die Maus fängt die Katze
frißt schlankweg sie auf
Mit ’nem bißchen guten Willen
geht’s schon
Das Bächlein springt munter
den Hügel hinauf
Mit ’nem bißchen guten Willen
geht’s schon
Die Schnecke durchhastet
den Wald wie der Wind
Mit ’nem bißchen guten Willen
geht’s schon
Die Frau schläft dem Mann bei
und macht ihm ein Kind
Mit ’nem bißchen guten Willen
geht’s schon
Der Mann trägt das Kind aus
und später noch zwei
Mit ’nem bißchen guten Willen
geht’s schon
Das Baby trinkt Bockbier
der Vater ißt Brei
Mit ’nem bißchen guten Willen
geht’s schon
Mein Chef dieser Knurrhahn
macht ein süßes Gesicht
Mit ’nem bißchen guten Willen
geht’s schon
Mein Verleger haßt Verse
doch er druckt dies Gedicht
Mit ’nem bißchen guten Willen
geht’s schon.
Quelle: Poesiealbum 391. Klaus Möckel. Auswahl Jan Eik. Bilder von Archimura. Märkischer Verlag Wilhelmshorst 2025, S. 29
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Alltagslyrik, Archimura, DDR-Literatur, deutsche Lyrik, Gegenwartslyrik, Humor, humoristische Lyrik, Ironie, Jan Eik, Klaus Möckel, Märkischer Verlag Wilhelmshorst, Mit ’nem bißchen guten Willen, Poesiealbum, Poesiealbum 391, Satire
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