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Veröffentlicht am 11. November 2024 von lyrikzeitung
Der Schriftsteller Jürgen Becker ist am 7. November im Alter von 92 Jahren in Köln gestorben. Ich lernte ihn zuerst im Studium in den 1970ern als Prosaautor schätzen. Die „Gesammelten Gedichte“ von 1971-2022 umfassen 1120 Seiten. Hier ein Gedicht daraus als kleines Gedenkblatt.
Unterwegs ins nächste Leben
wir müssen bald gehen
draußen die Äste lassen keinen Zweifel
die Wärme in den Mauern trügt
es war ein schönes Hin und Her im Sommer
das Haus stand offen
wir atmeten sorglos
ich hörte dich kommen und dachte an nichts
vorläufig heißt es
unwiderruflich
und niemand will es so wie es kommt
die Hoffnung lassen wir hier
den Eimer lassen wir stehen
Aus: Jürgen Becker, Gesammelte Gedichte 1971-2022. Mit einem Nachwort von Marion Poschmann. Berlin: Suhrkamp, 2022, S. 359
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Jürgen Becker
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Ich lernte Jürgen Becker als Autor von Lyrik, Kurzprosa und als Verfasser von elementaren Hörspielen Ende der 70er kennen, und wenig später konnte ich ihn zu einer Lesung – wie später auch Ludwig Harig und Franz Mon – ans Folkwangmuseum in die Städt.Galerie einladen. Er war in unseren Gesprächen überaus ruhig, präzise, sachlich, ohne Redundanzen wie ja auch in seinen Gedichten-, gute Stunden, die sich mir eingeprägt haben.
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