Bevestigter Gesang

Friedrich Hölderlin

Aus: Die Titanen.

                      (...) bevestigter
 Gesang als von Blumen
 Neue Bildung aus der Stadt, wo
 Bis zu Schmerzen aber der Nase steigt

Citronengeruch auf, aus der Provence, und es haben diese
 Dankbarkeit mir die Gasgognischen Lande
 Gegeben| |‚ erzogen aber, noch zu sehen, mich
 Rappierlust und braune Trauben.
 Längst auferziehen der Mond und Schiksaal
 Und Gott, euch aber, o
 |Ihr Blüthen von Deutschland, o mein Herz wird
 Untrügbarer
 Krystall an dem
 Das Licht sich prüfet| |und gehet
 Beim Hochzeitreigen und Wanderstraus.|
 |Verbotene Frucht, wie der Lorbeer, aber ist
 Am meisten das Vaterland. Die aber kost'
 Ein jeder zulezt,
 Viel täuschet Anfang
 Und Ende.

Aus: Friedrich Hölderlin: hesperische Gesänge. Hrsg. D E Sattler. Sonderdruck der neuen bremer presse. Bremen, 2001. S. 51f

Nach Sattler wird der Titel im Oktober 1802 notiert, der Gesang 1804 (soweit) fertiggestellt. Bei Beißner gibt es unter dem gleichen Titel einen „hymnischen Entwurf“ völlig anderen Wortlauts und einige Bruchstücke im Anhang. Die alte Frage, was Hölderlin nun wirklich geschrieben hat, bleibt. (In der Frankfurter Ausgabe Sattlers kann man die Faksimiles der Manuskripte mitlesen)

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