Literaturförderung Ruhr

Für Oper und Ballett geben die Städte des Ruhrgebiets pro Jahr über 150 Millionen Euro aus. Für das Sprech-Theater über 50 Millionen. Und für die institutionelle Förderung der Literatur den vergleichsweise läppischen Betrag von rund 100.000 Euro. Da sind zum einen die seit anderthalb Jahrzehnten nicht erhöhten 50.000 Euro, die der Regionalverband Ruhr (RVR) der Literatur zwischen Duisburg und Dortmund, zwischen Breckerfeld und Xanten pro Jahr zukommen lässt. 5000 Euro davon gehen an das Literaturbüro in Unna und 45.000 an das mit zwei „vollzeitnahen Teilzeitstellen“ ausgestattete Gladbecker Literaturbüro Ruhr, das davon vor allem den alljährlich verliehenen Literaturpreis Ruhr organisiert. Der ist mit 10.000 Euro für den Hauptpreis und 2555 Euro für zwei Förderpreise dotiert. Und da sind zum anderen die 44.800 Euro pro Jahr, die von der Stadt Dortmund an das dortige Literaturhaus überwiesen werden.

Den wesentlichen Beitrag zur Pflege von Dichtung und Wahrheit, Lyrik und Prosa in der selbsternannten 5-Millionen-Metropole Ruhr aber leisten nach wie vor private Initiativen und Vereine. Von denen gibt es zwar mehr als in den meisten deutschen Großstädten – aber ihre Wahrnehmung reicht selten über die Grenze einer Stadt hinaus. / Jens Dirksen, WAZ

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