Migration der Kulturen

Weimar. Der nigerianische Fotograf Akinbode Akinbiyi, der ukrainische Schriftsteller Juri Andruchowytsch und der georgische Museumsdirektor David Lordkipanidze sind die diesjährigen Preisträger der Goethe-Medaillen.

Die Auszeichnung wurde am Sonntag in Weimar verliehen – am 267. Geburtstag von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832). In diesem Jahr stand die Vergabe der offiziellen Ehrenzeichen der Bundesrepublik unter dem Thema „Migration der Kulturen”. / Frankfurter Neue Presse

Die Deutsche Welle sprach mit Juri Andruchowytsch:

DW: Herr Andruchowytsch, Sie waren vor zwei Jahren unter den Demonstranten, die damals auf dem Maidan für eine Annäherung an die Europäische Union demonstriert haben. Wenn Sie heute an diese Zeit zurückdenken und daran, wie es heute in der Ukraine aussieht, was denken Sie? Ist das ein Gefühl von Stolz oder eher Enttäuschung?

Juri Andruchowytsch: Für mich persönlich ist es eher das Erste. Ich bedaure meine Teilnahme nicht, weder für diesen ganzen politischen Prozess, noch für diese Zeit. Das war eine Revolution der Würde. Und das war vor allem ein Zeichen, dass die Werte, die als Basis der Europäischen Gemeinschaft bereit gestellt wurden, immer noch lebendig sind. Diese Werte können sogar so stark wirken, dass sie Millionen von Leuten für eine gemeinsame, bürgerliche Bewegung mobilisieren.

Gleichzeitig lief das in der Ukraine mit viel Humor und Ironie ab. Das alles ist unvergesslich. Und sollte ich noch einmal in meinem Leben einen Roman schreiben, dann sollte dieser Roman vor allem darüber erzählen. Ich träume ständig davon, kann aber nicht damit anfangen.

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