Sätze

  • Wir müssen uns den modernen Lyrik-Theoretiker als nervösen Leser vorstellen, angetrieben von einem permanenten Unruhezustand.
  • Die alten Hierarchien in der Lyrik-Diskussion sind ins Wackeln geraten – und das ist gut so.
  • Die neue Infrastruktur der Lyrik wächst und wächst weiter – ein Erfolgsmodell mit Schwächen, die bei einzelnen Akteuren sich zum Schiffbruch auswachsen können.
  • Vor einigen Jahren versuchte die sehr schwerfällig gewordene Wochenzeitung »Die Zeit« das politische Gedicht wiederzubeleben. Ein sehr amüsanter Vorgang …
  • Walter Höllerers ›Transit‹ war nicht nur 1956 eine geniale Lyrik-Anthologie, in ihrer Risikobereitschaft und ihrer Art der Präsentation der Gedichte ist diese Bestandsaufnahme der lyrischen »Jahrhundertmitte« bis heute unerreicht.
  • Immer neue Verwandlungen und kleine Verschiebungen – auch die Lyrik des 21. Jahrhunderts arbeitet daran.
  • Gedichte sind immer auch in Reibungshitze versetzte Wörterbücher.
  • »Ich bleibe am Rand. Nichts von der Strömung, die soll mich verschonen«
  • »Ich will, dass alles, was gesagt wird, ins Wackeln kommt, immer wieder neu.«

Lesen Sie die Sätze im Zusammenhang bei Michael Braun, hundertvierzehn.de

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