Mark Strand

In den USA, wo er 1990/91 das Amt des Poet Laureate im Dienst der Library of Congress bekleidete, war er eine fast populäre Figur, wenn das für einen Lyriker wie ihn, der nur ein schwaches Bedürfnis nach öffentlicher Selbstdarstellung verspürte, nicht eine fragwürdige Bezeichnung wäre.

Als er im letzten November mit 80 Jahren starb, blieb dies hierzulande so gut wie unbemerkt. Tatsächlich liegt mit der Auswahl „Dunkler Hafen“ bei Suhrkamp nur ein einziger Gedichtband vor. Daneben haben es nur noch Strands Betrachtungen zu Gemälden von Edward Hopper ins Deutsche geschafft: Zeugnisse einer Geistesverwandtschaft, die Hopper sehr viel rätselhafter erscheinen lassen, als es die Poster-Massenware seiner berühmtesten Werke nahelegt. Für die anhaltende Kraft von Mark Strands Poesie steht allerdings die nicht abreißende Reihe von Würdigungen in den USA. So schmückt das Krementz-Foto eine Besprechung der „Collected Poems“ in der „New York Review of Books“ (9. Juli), die sich um sein Andenken besonders verdient gemacht hat. / Gregor Dotzauer, Tagesspiegel

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