Zwei Dichter

von den vielen, die auf dem poesiefestival berlin auftraten:

Als einer der wenigen verlässt sich Reiner Kunze auf die Wirkung des langsam gesprochenen Wortes.

„Vers zur Jahrtausendwende“

Der heute 81-jährige ehemalige DDR-Dissident, den die Staatssicherheit aus Angst vor der Macht seiner Worte unter dem Decknamen „Lyrik“ überwachte, setzt mit seinen bedächtigen Kurzgedichten den Kontrapunkt.

„Wir haben immer eine Wahl.
Und sei es, uns denen nicht zu beugen,
die sie uns nahmen.“

(…)

Kenneth Goldsmith: „We skim, parse, bookmark, copy, paste, forward, share and spam. Reading is the last thing we do with language.“

Wir schöpfen ab, zergliedern, bookmarken, kopieren, fügen ein, teilen und schmeißen weg. Lesen ist das Letzte, was wir mit Sprache tun, sagt der US-amerikanische Lyriker Kenneth Goldsmith, der sein „uncreative writing“, sein „unkreatives Schreiben“ bereits bei den Obamas im Weißen Haus vortragen durfte.

/ Cornelius Wüllenkemper, DLR

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