Captain Morgenstern

Proben aus Stolterfohts „neu-jerusalem“ findet man auch in der neuen Ausgabe, der Nummer 7 des Online-Magazins „karawa.net“, das sich diesmal ein Gruppen­porträt vorge­nommen hat – nämlich ein ästhe­tisches Profil von „Captain Morgen­stern“, was sich rasch als eine poeti­sche Fusion des skurrilen Reim­künstlers Christian Morgen­stern mit dem kanadi­schen Buch­staben­spieler Barrie Phillip Nichol ent­puppt. Der eigensinnige Kanadier Nichol hat in den sechziger und sieb­ziger Jahren bizarre Formen des visuellen Gedichts ent­wickelt, eine Mischung zwischen Text, Comic und konkreter Poesie. In „karawa.net“ 7 werden nun Remi­nis­zen­zen an Nichols „Captain Poetry“ mit Über­ma­lungen von Morgenstern-Gedichten zu­sammen­geführt. Norbert Lange über­setzt einige Beispiele aus dem „Captain Poetry“-Projekt: „lieber Captain Poetry/ deine texte ordinär/ kein sonett / papier bleibt leer / egal wie oft du´s versuchtest / in nächten seit ich dich kenne / rutsch mir von der pelle!“ / Michael Braun, Poetenladen

Außerdem in der Zeitschriftenschau von Michael Braun:

  • Park 67
    Michael Speier, Titel-Wardenberg-Str. 18, 10555 Berlin. 102 Seiten, 7 Euro.

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