109. Wilhelm Fink (1929-2014)

Am 7. Dezember starb der Hamburger Schriftsteller Wilhelm Fink im Alter von 85 Jahren. Ich kenne von ihm drei Gedichtbände und einen Roman und endlos viele spritzige, zündelnde Notate (Zündelzeilen hieß ein Gedichtband) und Zitate sowie, im Digitalen, Bilder, die er unermüdlich postete und kommentierte. Er war vielen Menschen Freund und Anreger.

Hier ein Artikel bei Lyrikwiki (Hinweise zur Ergänzung / Korrektur / Präzisierung willkommen).

Wilhelm Fink 

deutscher Autor, Lyrik und Prosa, *8. Oktober 1929 in Neumünster,† 7. Dezember 2014 in Hamburg.

Vita 

Geboren in Neumünster (Holstein). Wuchs in Hamburg und Bayern auf. 1949 Abschluß am Kirchenpauer-Gymnasium Hamburg. Heirat 1974. Lebte in Hamburg, Letzter Heller. „Nach Abitur und Studium der Theaterwissenschaft (abgebrochen) hauptberuflich: Büroarbeit für ein Verkehrsunternehmen. Nebenher Publikationen in Zeitschriften (Prosa: Das dritte Gehölz, Aus Gebüsch unter dem wir liegen) und Anthologien (Die Frau des Türken. Hölderlin an der Waschmaschine), im Rundfunk (Lyrik »Das Nichtzusammenhängende montieren«) und in der Tagespresse (Wer greift für uns in die Harfe). Für die Hamburger Morgenpost suchte er aus 1200 Einsendungen die 7 besten Liebesgedichte aus. In der Moskauer Zeitschrift „Sowjetliteratur“ erschienen von ihm Nachdichtungen sowjetischer Lyrik. Fernschullehrer für Lyrik.

In Italien erschien ein italienisch-deutscher Gedichtband (Renate Nicolussi-Leck), für den er das Vorwort schrieb. 1990 war er Gast des Literaturinstituts Johannes R. Becher in Leipzig. Über seine Erfahrungen dort und über Aspekte des Schreibens schrieb er in »Kunst & Kultur«. „Meriten-Liste“ [wie Schweden sagen] :Veröffentlichung von Gute-Nacht-Geschichten für Kinder im Rundfunk. Lyrik in Anthologien. Einzelsendung 20 Minuten Lyrik Radio Bremen. Zwei Erzählungen wurden in Zeitschriften veröffentlicht. Zeitungsartikel (Hamburger Morgenpost). Öffentliche Lesungen, auch in Schweden. Vorstandsarbeit im Schriftstellerverband (Schriftführer). “

Bibliographie 

Buchveröffentlichungen 

  • Die ZimtZiege. Roman. Schweinfurt: Wiesenburg, 1998
  • Küsse im XX. Jahrhundert, 71 Gedichte, London: Turnshare Ltd., 2004. 7,80 EURO – http://www.turnshare.com
  • Ankunft und Austausch. Gedichte. London: Turnshare Ltd., 2004. EUR 9,40. ISBN-10: 1903343607. ISBN-13: 978-1903343609. 76 Seiten
  • Zündelzeilen: Gedichte. London: Turnshare Ltd., 2005. ISBN 1903343747, 9781903343746. 76 Seiten

Unselbständige Veröffentlichungen u.a. bei 

  • Der Start, Berlin
  • Sowjetliteratur, Moskau
  • Hamburger Abendblatt
  • Hamburger Morgenpost
  • Hamburger Journa, Ausgabe 3/4 – 1967, Feuilleton, Seite 38: Das dritte Gehölz
  • Neues Hamburg
  • Psychologie Heute
  • TOP 12
  • Literatur & Kunst
  • DER SCHRIFTSTELLER
  • FLIEGENDE BLÄTTER
  • Hamburger Anthologie (Marion von Schröder Verlag)

Radiosendungen 

  • Radio Bremen
  • NWDR

Webseiten 

5 Comments on “109. Wilhelm Fink (1929-2014)

  1. ich habe wilhelm fink nur digital gekannt, und auch das nur sehr wenig, aber offensichtlich genug, um von der nachricht seines todes berührt zu sein. weiß nicht, wem ich das hier mitteile. es scheint mir einfach die/der richtige art/ort, um von ihm abschied zu nehmen.

    Gefällt 1 Person

  2. wenn ich an dieser Stelle noch etwas anmerken dürfte: Vor ein bißchen mehr als 2 Jahren ist in Graz ein Schriftsteller namens Franz HOfer an Krebs gestorben. Er zählt auch zu denen die ich oben genannt habe. Er selbst hat 2 Gedichtbände publiziert, war Moderator der Literatursendung „Literatur am Donnerstag“ und Erfinder des literarischen Flohmarktes. Ich habe ihn leider nie kennen gelernt. Erfahren habe ich erst von ihm, als er gestorben war und es nach einer Lesung darum ging was mit seiner Sendung passieren solle. Ich und ein Freund (den ich auch erst durch diese Sendung gut kennengelernt habe) haben diese Sendung übernommen um sie in Franz HOfers Sinne weiterzu führen. Heißt jetzt „Neue Literatur am Donnerstag“, gibt es auch als Podcast…. doch darauf will ich nicht hinaus. Ich wollte eigentlich nur fragen ob man einmal einen Beitrag über Franz HOfer bringen könnte, denn (zumindest hier in Graz) war er einer der immer vor Ort war und für jeden selbst noch so jungen Literaten ein offenes OHr hatte. Ich hätte ihn gerne gekannt und möchte irgendwie, dass man weiß, dass es ihn gegeben hat.

    Gefällt 1 Person

  3. die Literaturwelt braucht solche engagierten Menschen. Ohne sie wird man als „underdog“ immer glauben, dass nur Schriftsteller wie Günther Grass, Stephen King, eben nur Namen aus der Zeitung, berühmte Namen, wichtig und gut sind. Wenn dann nach und nach erfährt wie sehr schriftstellerisch tätig Menschen sind/waren die man nur kennt wenn man tief in der Materie drin ist, oder die man nur kenn, weil ein bibliophiler Bekannter diesen/diese AutorIn kennt, kann dass für junge, mögliche Talente ein riesen Ansporn sein. Menschen die ihr Leben dem Schreiben widmen auch wenn nichts großartiges dabei herausschaut, solchen gehört Respekt gezollt.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: