Monat: September 2014

44. H.D. und Sappho

— Wie wird gesprochen? Eigenartig bildhaft, bildkräftig. Konkrete Bilder, die Ezra Pound bewunderte und von Imagismus sprechen ließ. Metaphern, die in konkrete Bilder zurückverwandelt sind. Bilder, die nicht eigentlich schildern, sondern auftreten wie handelnde Personen im Drama. Hart zupackende Verben. Knappe, harsche Attribute, die… Continue Reading „44. H.D. und Sappho“

43. Gestorben

Karl Heinz Schreiber ist tot. Er verstarb am 26. Mai 2014 nach kurzer, schwerer Krankheit. Karl Heinz Schreiber, geboren am 16.9.1949, war ein deutscher Schriftsteller, der seine Werke in verschiedenen Anthologien veröffentlichte. In seinem eigenen Publikationsforum „AALFAA EnterBraynMent“ gab er die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift… Continue Reading „43. Gestorben“

42. Sascha Kokot

erhielt am Donnerstag um 17 Uhr im Literaturhaus Magdeburg den mit 5000 Euro dotierten Georg-Kaiser-Förderpreis des Landes. 1982 in Osterburg (Landkreis Stendal) geboren, wuchs Kokot in der Altmark auf, wurde in Hamburg zum Informatiker ausgebildet und studierte ab 2006 am Literaturinstitut in Leipzig. 2013 veröffentlichte… Continue Reading „42. Sascha Kokot“

41. Gleich verstopften Schubladen

Wenn man sich an Etiketten versucht, lägen Begriffe wie Alltagslyrik oder Gelegenheitsdichtung nahe. Mal lakonisch-kurz, dann im Zeichen des Langgedichts, wie es z. B. Günter Herburger in den 70er Jahren poetologisch auf den Punkt gebracht hat: Gedichte sollen verstopften Schubladen gleichen. Um Gedichte im… Continue Reading „41. Gleich verstopften Schubladen“

40. Neue Reihe Edition ReVers

Verlagshaus J. Frank | Berlin startet neue Lyrikreihe – ausgewählte Gedichte von Wladimir Majakowski, Konstantínos Kaváfis und Wilfred Owen in deutscher Erstübersetzung Am 1. Oktober erscheinen die ersten drei Bände der neuen, hochwertig gestalteten Lyrikreihe Edition ReVers. In zweisprachigen und in zwei Farben (Gold/Schwarz)… Continue Reading „40. Neue Reihe Edition ReVers“

39. Rheinische Stimmen erscheinen

Von Thomas Kling stammt die Selbstaussage, ihn interessiere jede „Land- oder Stadtschaft als eine riesen summende Insektengesellschaft“, aus der er in seinen Gedichten einzelne Stimmen „herauspräparieren“ müsse. In Beyers neuem Gedichtband „Graphit“ (erscheint im Oktober), in dem vielfach Fotos Auslöser gewesen sein dürften, hört… Continue Reading „39. Rheinische Stimmen erscheinen“

38. 7. ZEBRA Poetry Film Festival

Das Programm Die imaginären Welten der Lyrik treffen auf die audiovisuellen Möglichkeiten des Kurzfilms: Der Poesiefilm ist so alt wie das Filmemachen selbst und erlebt seit dem Einsatz der digitalen Medien einen wahren Boom. Bereits zum siebten Mal zeigt das ZEBRA Poetry Film Festival… Continue Reading „38. 7. ZEBRA Poetry Film Festival“

37. Das hermetische Sehen

Aber was bedeutet es, wenn das Gedicht tanzt? Die besondere Qualität eines solchen Gedichts – oder seine Dunkelheit, wie manche sagen – läge nicht im Transport bestimmter, mal schwerer mal leichter verständlicher Informationen; vielleicht bestünde sie gerade darin, dass es darin keinen manifesten Sinn… Continue Reading „37. Das hermetische Sehen“

36. D‘ Wältwuche

Roger Köppel ist ein konkretes Gedicht. Egal, mit welchem Argument er konfrontiert wird, er pariert mit: «D‘ Wältwuche…». Diese Wiederholungen erinnern mich an das Serielle der konkreten Poesie. Sprache wird hier zum Schutzwall. Mit den Mitteln der Poesie versuche ich dann, die Sprache der… Continue Reading „36. D‘ Wältwuche“

35. Gestorben

Am 2.9. starb der haitianische Dichter Gary Augustin in Pétion-Ville. Seine Gedichtbände Girandole du jour,  Terre brûlée und Des villes, des corps et autres songes wird man nennen, wenn von zeitgenössischer haitianischer Poesie die Rede ist. Seine Dichterfreunde liebten seine Diskretion und seine hohe Allgemeinbildung.… Continue Reading „35. Gestorben“

34. Gedächtnisprotokolle

Seine Frau erfuhr damals nicht einmal, wo genau ihr Mann inhaftiert war. Nach 281 Tagen Haft und Dauerverhören im Stasi-Gefängnis Berlin Hohenschönhausen zwang man [Jürgen] Fuchs ohne Prozess zur Ausreise in den Westen. Sein Vernehmer gab ihm noch mit auf den Weg: „Legen Sie… Continue Reading „34. Gedächtnisprotokolle“

33. Platen in Erlangen

Von Platen lebte von 1819 bis 1826 in Erlangen und fand Mentoren unter den Dozenten der Universität, die seine lyrischen und dramatischen Versuche wohlwollend aufnahmen und ihn in seinem dichterischen Mühen bestätigten. / Mein Mitteilungsblatt Erlangen-Nord

32. Arbeit für Dichter

Die Saudi Gazette kommentiert: Riad – Aufpassen, Dichter, das Arbeitsministerium hat beschlossen, ausländische Dichter zu rekrutieren. Wie Al-Watan mitteilt, wurde „Dichter“ in die Liste der „Berufe“ aufgenommen, in denen Arbeitskräfte aus dem Ausland angeworben werden können. Die neue Regelung erlaubt es Geschäftsleuten oder anderweitig… Continue Reading „32. Arbeit für Dichter“

31. Nazikeule, Nazikeule!

Ein kurzes Gedicht über Verschwörungen, gutes Essen und diese verdammten blauen Pillen. Text: Leander Sukov Sprecher: Jörg Wellbrock

30. Preis für Dorschel und Hünger

Nach Caroline Schlegel hat die Stadt Jena einen Preis benannt, der in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal im deutschsprachigen Raum ausgelobt wurde. Gewürdigt werden mit dem Caroline-Schlegel-Preis – in Anlehnung an das Wirken der Namensgeberin – herausragende Leistungen in den Genres Feuilleton und… Continue Reading „30. Preis für Dorschel und Hünger“