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Veröffentlicht am 17. März 2014 von lyrikzeitung
RIAD – Von der Poesie des Palästinensers Mahmud Darwisch über Essays von Azmi Bechara bis zu einem Buch über das Recht der saudischen Frauen, Autos zu fahren: Hunderte von Titeln wurden von der Buchmesse in Riad auf Druck religiöser Fundamentalisten entfernt.
Nach Angaben der saudischen Tageszeitung Okaz vom Sonntag wurden mehr als 10.000 Exemplare von 420 Titeln von den Organisatoren der Messe, die am Freitag endete, entfernt.
Mitglieder der Religionspolizei haben verstärkte Kontrollen an den Messeständen durchgeführt und Druck ausgeübt, um Gedichtbände des großen palästinensischen Dichters Mahmud Darwisch zurückzuziehen. Laut Religionspolizei enthielten die Gedichte Darwischs, die zu den besten aus seiner Generation gezählt werden, Verweise auf den Atheismus und seien blasphemisch.
Die Maßnahme traf auch Vertreter der „Wiederbelebung der arabischen Poesie“ wie die irakischen Dichter Badr Shakir al-Sayyab und Abdel Wahab al-Bayati sowie den Palästinenser Moïn Bsisso (Muin Bessieso).
Abdallah al-Alami, Autor des Buches „Wann werden die saudischen Frauen das Recht haben, Auto zu fahren?“, erhielt anonyme Drohungen. / Romandie.com
Kategorie: Arabisch, Irak, Palästina, Saudi-ArabienSchlagworte: Abdallah al-Alami, Abdel Wahab al-Bayati, Azmi Bechara, Badr Shakir al-Sayyab, Machmud Darwisch, Muin Bessieso, Riad, Zensur
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