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Veröffentlicht am 12. Dezember 2013 von lyrikzeitung
Ruan Dschi hatte die Fähigkeit, seine Augen so zu verdrehen, daß nur das Weiße des Augballs sichtbar wurde. Mit jenem „Weißblick“ pflegte er Kleinigkeitskrämern und vulgären Literaten zu begegnen. Als Ruasn Dschis Mutter starb, machte ihm Hsi Hsi einen Kondolenzbesuch. Ruan Dschi empfing ihn mit seinem „Weißblick“, worauf sich Hsi Hsi verärgert zurückzog. Als Hsi Hsis Bruder, der Dichter Hsi Kang, davon erfuhr, erschien er mit einem Krug Wein und seiner Laute bei Ruan Dschi, der ihn mit unverstelltem „Dunkelblick“ empfing.
Aus: Geschichte der Dschin-Dynastie, kompiliert 646-648, in: So sprach der Weise. Chinesisches Gedankengut aus drei Jahrtausenden. Hrsg. und aus dem Chinesischen übertragen von Ernst Schwarz. Berlin: Rütten & Loening, 1981, S. 411.
Kategorie: China, ChinesischSchlagworte: Diktionär, Hsi Hsi
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