30. Salvador Espriu

Heute vor hundert Jahren wurde Salvador Espriu geboren.

Mentre sèiem al cancell, en la vetlla d’estiu,
en el repòs de l’aire,
i el llum feia de sobte més trista la claror,
arribaven pels rials lladrucs llunyans dels gossos
de les altes masies de la nit.
Car tota la carena era nit, i la fressa
d’un vianant cansat aixecava
de la fosca, a poc a poc, la basarda.
Aleshores algú va dir: «He vist avui
moltes orenetes, com pardals, damunt els camps.»
I una altra veu: «Potser plourà aviat.»
I jo vaig cloure els ulls i els mirava
un a un, ja en la pau, els meus morts.
I sabia aquest camí sense ells per sempre més
i com passen també els dies que vindran
per la llarga buidor del sorral.

Während wir im Windfang saßen, in der sommerlichen Nachtwache,
in der Ruhe der Luft,
und die Lampe plötzlich die Helligkeit trauriger machte,
kam über die trockenen Bachbetten das entfernte Gebell der Hunde
aus den hohen Gehöften der Nacht.
Denn der ganze Berggrat war Nacht, und die Schritte
eines müden Wanderers hoben
aus dem Dunkeln nach und nach das Grauen.
Da sagte einer: »Ich habe heute
viele Schwalben auf den Feldern gesehen, wie Spatzen.«
Und eine andere Stimme: »Vielleicht wird es bald regnen.«
Und ich schloss die Augen und schaute
sie alle einzeln an, schon im Frieden, meine Toten.
Und ich wusste diesen Weg für immer ohne sie
und auch, wie die Tage vergehen, die noch kommen
über die lange Leere der Sandfläche.

Nr. IV aus Llibre de Sinera [Buch von Sinera], 1963
(Übertragung à.s.)

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