97. Guerillastaat

Während der Revolution in Nicaragua gehörte Gioconda Belli einer geheimen Frauengruppe an. Jetzt beschreibt die Schriftstellerin, was aus dem Land geworden wäre, wenn sie die Wahl gewonnen hätten. …

Gerade hat sie mit der von ihr und einer Gruppe Freundinnen gegründeten „Partei der Erotischen Linken“ (PIE) die Wahl gewonnen und ist Präsidentin des Fantasie-Staates Faguas geworden – der „Republik der Frauen“, wie Belli ihren Roman genannt hat. Die PIE besteht nur aus Frauen und will das Land mit rein-weiblichen Methoden auf Vordermann bringen: „Ich habe eine Partei im Kopf, die sich vornimmt, dem Land das zu geben, was eine Mutter ihrem Kind gibt, es in Ordnung hält, wie eine Frau ihr Haus in Ordnung hält“, erklärt Sansón. …

PIE-Mitglieder tragen gerne T-Shirts mit ihrem Vers „Ich segne mein Geschlecht„. Und dass trotz aller Fiktion auch Ernst hinter der „Republik der Frauen“ steckt, erklärt Belli: „Die Ideen in meinem Roman sind einfach gesunder Menschenverstand. Ich bin erstaunt, dass wir Frauen sie noch nicht in die Tat umgesetzt haben.“ / Die Welt

Die Republik der Frauen (übers. v. Lutz Kliche). Droemer, München 2012, ISBN 978-3-426-19915-2.

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