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Veröffentlicht am 8. August 2011 von lyrikzeitung
O-Ton Gott: „Wer Autos anzündet, der nimmt dabei übrigens in Kauf, dass unvorhergesehener Weise jemand verletzt werden könnte.“ Antwort Ahne: „Ick wees, Gott. Wer Autos fährt, nimmt dit, übrigens ooch in Kauf.“ – An anderen Stellen ist Gott überaus souverän. Er spricht sich für eine Frau als Papst aus und bleibt locker, wenn der Teufel ausgerechnet bei Facebook Christen added.
Ahne: „Unser Täglich Brot – Zwiegespräche mit Gott“ Volandt & Quist, 140 Seiten + CD, 14,90 Euro
Während sich andere Dichter auf „Raumerkundungen“ begeben oder den ständigen Dialog mit Ingeborg Bachmann suchen, schreibt Florian Voß über: Al-Jazira, radioaktive Trümmer, Voodoo und Zombies, über: Kerosinbrüste, Robbie Williams und „Billy the Kid“-Regale. Da ist eine Menge Gegenwart drin, inklusive der Gaga-Zeilen: „Call it windows, and call me Ahab / und gib mir Manna im Tetra Pak“.
Den Paul Celan-Anspielungstest besteht Florian Voß im ersten Gedicht und ein paar Seiten weiter kommt auch Rilke vor. Dazu gibt es ein Versprechen: „Auch du kannst eine Scream-Queen sein!“ Damit hat der Autor zwar noch nicht das Sonnett-Diplom bestanden. Aber: Er unterhält und seine Botox-Gedichte schlagen tatsächlich keine Falten.
Florian Voß: „Datenschatten, Datenströme, Staub“ Verlagshaus J. Frank, 80 Seiten, 13,90 Euro
/ Jan Drees, 1live
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Ahne, Florian Voß, Ingeborg Bachmann, Jan Drees, Paul Celan
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Nun ja, so wie die meisten Rezensenten niemals meinen Humor begreifen, so versteht dieser ihn offenbar gut, so aber vermutlich nicht das weitere, das als Subtext läuft (wie auf einer verschatteten Leuchtschrift). Trotzdem: endlich mal ein Rezensent, der bei meinen Gedicht gelacht hat. Das ist doch schon mal was.
Ich finde es ja immer recht gruselig, wenn auf meinen Lesungen alle so ernst bleiben. So, so ernst.
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jetzt wär noch interessant, an welcher stelle das soso kommt:
Während sich andere Dichter auf „Raumerkundungen“ begeben (so, so) oder den ständigen Dialog mit Ingeborg Bachmann (so, so) suchen, schreibt Florian Voß über: Al-Jazira, radioaktive Trümmer, Voodoo und Zombies, über: Kerosinbrüste (so, so) , Robbie Williams und „Billy the Kid“-Regale. Da ist eine Menge Gegenwart drin(so, so) , inklusive der Gaga-Zeilen: „Call it windows, and call me Ahab / und gib mir Manna im Tetra Pak“.
Den Paul Celan-Anspielungstest besteht Florian Voß im ersten Gedicht und ein paar Seiten weiter kommt auch Rilke vor (so, so). Dazu gibt es ein Versprechen: „Auch du kannst eine Scream-Queen sein!“ Damit hat der Autor zwar noch nicht das Sonnett-(so, so) Diplom bestanden. Aber: Er unterhält und seine Botox-Gedichte (so, so) schlagen tatsächlich keine Falten(so, so) .
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So, so…
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