131. Europa als Gedanke, Gewissheit und Realität

Geistige Gummibärchen … ist eine gelegentliche Kolumne zur Poesie des Medienspeak. Und wenn der Freiherr von und zu ein Medium ist, so könnte ich ihn stundenlang, hundertseitenlang zitieren. Ich verkneife mir das und schreibe mal ausnahmsweise etwas Eigenes hierhin. Zumindest nach meinem jetzigen Kenntnisstand:

Der europäische Bürger, mit argumentativen Begründungsversuchen für Entscheidungen auf EU-Ebene nicht eben verwöhnt, empfindet wenig eigene Betroffenheit und bringt daher auch nur ein geringes Engagement für den Prozess auf, dem er sich zunehmend als Objekt ausgesetzt sieht. Verschieben wir es doch auf Morgen. Froh zu sein, bedarf es wenig – ein Leben in Freiheit ist nicht leicht, und die Demokratie nicht vollkommen. Aber wir hatten es nie nötig, eine Mauer aufzubauen, um unsere Leute bei uns zu halten und sie daran zu hindern, woanders hinzugehen. Alle freien Menschen, wo immer sie leben mögen, sind Bürger dieser Stadt West-Berlin, und deshalb bin ich als freier Mann stolz darauf, sagen zu können: Ich bin ein Berliner. Und das ist auch gut so. Sie liebt dich, auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt.

Europa als Gedanke, Gewissheit und Realität könnte, am Ende dieser Stufenleiter angelangt und auf dem Wege zur Tradition, zum Scheitelpunkt zwischen Konservatismus und Moderne werden, der weder die Option der Gradwanderung (sic!) noch die Gelegenheit der Verbindung jener Elemente auszuschließen vermag. Aber denk ich an Deutschland in der Nacht, haben andere Mütter auch schöne Söhne.

Vgl. auch hier, hier, hier und hier:

2 Comments on “131. Europa als Gedanke, Gewissheit und Realität

  1. Pingback: 14. In eigener Sache « Lyrikzeitung & Poetry News

  2. Mit dem zitierten Schwachsinn hat sich die Ghostwriter-Hypothese für mich erledigt. Guttenberg sollte ein Buch mit allen guten Witzen herausgeben, die „über“ ihn im Umlauf sind. Dass sie nicht „von“ ihm sind, dürfte dabei ja kein Problem sein.

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