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Veröffentlicht am 4. April 2010 von lyrikzeitung
Von dem 1998 herausgegebenen Band „Isefra n at zik“ erschien jetzt eine zweisprachige Ausgabe (Tamazight – Französisch). Sie umfaßt 430 anonym überlieferte Gedichte. Das Buch enthält eine CD, auf der Tassadit At Ouvavas einige Lieder singt bzw. vorträgt. Die Lieder, aufgenommen vor langer Zeit, sind nicht bearbeitet und bezeugen eine Jahrhunderte zurückreichende mündliche Kultur im heimatlichen Land der Kabylen – so sang man sie im Haus oder auf dem Feld.
Tassadit At Ouvavas, die verstorbene Mutter des Herausgebers, ist eine wahre Bibliothek der Oralität, die ihm diesen Schatz überliefert hat. Der Herausgeber Ramdane At Mansour heißt mit seinem kabylischen Namen Ramdane Ouahès. Er war Universitätsprofessor und hat zwei Gedichtbände und eine Übersetzung des Koran in die Berbersprache veröffentlicht. 2008 wurde er vom Haut Commissariat à l’Amazighité für seine Verdienste um die Berberkultur ausgezeichnet.
Buch + CD kosten 26 Euro. Versandkosten nach Frankreich: 3 Euro.
Tamazight: Berbersprache in Nordafrika
Kabylen: die Berber Algeriens
Amazight heißen die Berber in ihrer Sprache (Berber wurden sie von den Römern genannt: „Barbaren“ wie die Germanen) – Die Verbindung wiederholt sich lustigerweise im 20. Jahrhundert. L&Poe-Nachricht vom Februar 2005:
Sidi H’Ammu ist der berühmteste chleuh-Dichter des 16. Jahrhunderts. Chleuh ist eine Berbersprache in Südwestmarokko. Da das Wort „chleuh“ in Frankreich pejorativ besetzt ist, verwendete man es nach dem zweiten Weltkrieg auch für die Deutschen.
Kategorie: Algerien, Amazigh, MarokkoSchlagworte: Berber, Kabylen, Ramdane At Mansour, Sidi H'Ammu, Tassadit At Ouvavas
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