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Veröffentlicht am 12. Dezember 2009 von lyrikzeitung
Sie zählt zu den am höchsten dekorierten Protagonistinnen und Protagonisten der österreichischen Gegenwartsliteratur, genießt mit ihrem ebenso umfangreichen wie eigenwilligen Lyrik- und Prosa- Werk höchstes Ansehen in der Fachwelt und ist mit ihrer schwarz verhüllten Gestalt und ihrer zettelübersäten Wohnung, in der sie aus Platzgründen keine Besucher mehr empfängt, zu einer Art Legende geworden: Am 20. Dezember feiert die große österreichische Poetin Friederike Mayröcker ihren 85. Geburtstag.
Als „bekannt, aber nicht gekannt“ bezeichnete ein Literaturwissenschafter einmal die u.a. mit dem Großen Österreichischen Staatspreis und dem Georg- Büchner- Preis ausgezeichnete Dichterin, die vielfach bewundert, aber nur von wenigen wirklich gelesen wird. „Ich lebe nur in Sprache“, bekennt Mayröcker, der Leben und Literatur eins sind, „Ich kann alles durch meine Augen in mich aufnehmen und aus mir herausschreiben.“ Seit über fünf Jahrzehnten entstehen so in dichter Folge Prosa- und Lyrikbände. „Das Gedichte Schreiben ist so eine Art Aquarellieren, das Prosa Schreiben ist eine harte Kunst wie eine Skulptur Anfertigen“, schilderte Mayröcker, deren zweite Liebe der Bildenden Kunst gehört, kürzlich in einem APA- Interview, „Es sind zwei wirklich ganz verschiedene Zugehensweisen, und ich fühle das auch im Körper ganz anders.“ / Vienna online
Kategorie: Österreich, DeutschSchlagworte: Friederike Mayröcker
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