152. Haiku in Wiesbaden

„Die Abendsonne/im Fenster des Nachbarn – ach/nun öffnet er es.“ Eine ganz alltägliche Beobachtung, die Rita Rosen von ihrem Balkon in der Kleiststraße aus machte und in lyrische Form goss. Ein Haiku ist es, das sie daraus gemacht hat: Ein japanisches Gedicht aus 17 Silben, dessen genau festgelegte Form seit Jahrzehnten auch in der westlichen Welt gepflegt wird. Gedichte schreibt die ehemalige Professorin und heutige Kulturbeauftragte der Wiesbadener Fachhochschule schon lange und ist in der Literatenszene der Landeshauptstadt auch sonst keine Unbekannte. Ihr neuestes Projekt ist der Haiku-Kreis, der sich unter ihrer Anleitung seit einem Jahr an jedem ersten Dienstag im Monat bei der „Literaturwerkstatt Caliban“ in der Herderstraße 31 trifft. Der kleine Kreis besteht überwiegend aus Frauen – ein Herr ist auch dabei – und wird sich demnächst zum ersten Mal an die Öffentlichkeit wagen: Am 1. Dezember, 19.30 Uhr werden die eigenen Dreizeiler, begleitet von japanischen Instrumenten – und vor allem auch von Stille – vorgelesen. / Anja Baumgart-Pietsch, Wiesbadener Tagblatt 28.11.

 

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