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Veröffentlicht am 10. Oktober 2009 von lyrikzeitung
Auch Bild feiert:
Deutschlands neue Nobelpreisträgerin Herta Müller
Das berichtet die Welt über unseren Literatur-Star
Kritik aus dem Osten – Begeisterung im Westen
und zitiert:
Und die konservative polnische Tageszeitung „Rzeczpospolita“ merkt an: „Über den diesjährigen Literaturnobelpreis für Herta Müller werden sich nicht nur Antikommunisten und Opfer kommunistischer Verfolgung, nicht nur Feministinnen, sondern auch Funktionäre des Vertriebenenbundes freuen. Nobelpreis mit dem Siegel Erika Steinbachs (Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, d. Red.)?“
Allerdings, nach Bild, freut sich nicht der ganze Westen:
In Frankreich und England tut man sich dagegen schwer mit der erneuten Auszeichnung einer Frau.
Die Konservativen werden aber heute abgewatscht:
Dem schließt sich die konservative britische Zeitung „The Times“ an: „Was haben Elfriede Jelinek, Imre Kertész und Wislawa Szymborska gemein, bitte? Sie haben alle den Literaturnobelpreis erhalten. Was haben Marcel Proust, James Joyce und Graham Greene gemein? Sie nicht.“
Und noch eine gute Nachricht: Der Marcel Reich-Ranicki habe bisher jeden Kommentar zum Literaturnobelpreis für Herta Müller abgelehnt.
„Ich will nicht über die Herta Müller reden“, sagte er am Donnerstag.
Kategorie: Deutsch, Deutschland, PolenSchlagworte: Bildzeitung, Elfriede Jelinek, Graham Greene, Herta Müller, Imre Kertész, James Joyce, Marcel Proust, Marcel Reich-Ranicki, Nobelpreis, Wisława Szymborska
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Erfeulich, daß Aspekte der deutschen Heimatliteratur weltwelt eine solche Anerkennung erhalten. Ich hoffe demnächte auf einen Nobelpreis für das Sorbische.
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wobei ich nicht so sicher wär, daß Literatur aus Siebenbürgen oder dem Banat, oder aus der Lausitz, provinzieller oder weniger welthaltig ist als zB Berliner oder Münchner. Im Fall Herta Müller gewiß nicht. Und Oskar Pastior, das einzige deutsche Mitglied der französischen Autorengruppe Oulipo? Neinnein, das ist weder Berliner noch rumänische Heimatliteratur. Daß beide – „Kietze“, sag ich mal, sich jetzt an den Erfolg hängen, beweist es auch nicht gerade.
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