31. Elche & Molche

Im Kapitel „Kritiker in der Kritik“ in „Aus dem Hinterland. Lyrik nach 2000“ zitiere ich auf den Seiten 129 und 134 diese beiden Zweiteiler, die den einen oder anderen Leserbrief herausforderten:

Die schärfsten Kritiker der Elche
wären gerne selber welche.

F. W. Bernstein

 

Die größten Kritiker der Molche
waren früher eben solche.

Robert Gernhardt

F. W. Bernstein dokumentiert in dem mehrseitigen Nachwort ELCHE / SELBER WELCHE zu seinem Lyrikband „Lockruf der Liebe“ (Haffmanns, Zürich 1988), wie er und Gernhardt auf einer winterlichen Autofahrt in diesen Dichterwettstreit eingetreten sind, aus dem Bernstein nach bravourösem Kampf (mit Würmern, Kühen, Quallen und weiterem Getier) letztlich als Sieger (nach Verlängerung und Elfmeterschießen) hervorging, zumal er (Bernstein!) auch noch die wohl bekannteste Alternative „Die größten Kritiker der Elche/ waren früher selber welche“ beisteuerte. Gernhardt konterte zwar recht geschickt mit den Molchen, aber Bernstein hatte das (bei der Fußball-WM wieder abgeschaffte) „Golden Goal“ bereits erzielt. Im übrigen sei Molchkritik ein Kapitel für sich, beschließt ein sichtlich mit sich zufriedener Bernstein ein Nachwort, das auf 6 Seiten sowohl beste Unterhaltung als auch umfassende Aufklärung aus erster Hand im Hinblick auf den Urheber des Elche-Zweiteiler garantiert.

Theo Breuer

(Danke – also auch da erweist sich Ihr Buch als zuverlässige Informationsquelle!)

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