69. lyrikmail Nr. 847 24.08.2004

Das Dafürhalten im Ende

Wars das?
Ich sprach die Worte
wie Butterbrot.
Unterlegte dem Fett
das Ende,
umspähtes Reimen, meine Manie.

Ists das?
Mich verlegte
aufs Brett die Wende,
geblähtes Aller Anfang
ist Zeremonie!
a

Wirds das?
Ich verdorrte, bin wach
und war tot.
Mich bewegte das Zett,
als Nest und sein Restgelände,
ich verschmäh es bin es
und orte
vernähte Alphabethie.

Angelika Janz
(*1952)

aus: orten vernähte Alphabethie, Lyrik und Prosa,
Verlag Wiecker Bote, Greifswald 2002

die Autorin: geb. 1952 in Düsseldorf, Autorin/Bildende Künstlerin.
In den 80er Jahren ein paar Preise/Stipendien für Bild-und Wortsprache, Gründung der Jazzband TRILEMMA, Museumspädagogin. Publikationen, Hörspiele, zahlreiche Ausstellungen (Visuelle Poesie/BildtextArbeiten, Collagen) Aktionen und Performances seit 1979.  Anfang 90er Übersiedlung in das Dorf Aschersleben/ Vorpommern. Gründung von Malzirkeln, Schreib-und Hörspielwerkstätten für Kinder, Aufbau und Koordination von 14 Jugendclubs im ländlichen Raum, Auszeichnung „Engagierte Frau 1998 des Landkreises Uecker-Randow“. Seit Übersiedlung in M-V mit wenigen Ausnahmen hartnäckig als Autorin/Bild. Künstlerin ignoriert. Kulturorganisatorin für Internationale und Innovative Festivals in Ostdeutschland. Nach einer schweren seltenen Krankheit allmählich genesend. In den 70er Jahren mehrere Bücher/Leporellos im Selbstverlag. 1979 Der Inbegriff, Erzählungen Sassafras-Verlag Krefeld 1989 Selbander (mit U.M.-Weitmar und zwei nachgestellten Alexandrinern von Ludwig Harig), Edition Howeg, Zürich 1991 Corridor, Fragmentgedichte, Verlag Scherrer & Schmidt, Köln 1995 Ein interessantes Frühstück das im Trend zu liegen gehen lernt, Fragmentgedichte von Deut zu Deutung, experimentelle Texte, Herausg. von Karl Riha u.a., Siegen  1996 „Schräge Intention“, edition ch, Herausg. Franzobel, Wien 2002 „orten vernähte alphabetien“, Lyrik und Prosa, Verlag Wiecker Bote, Greifswald 2002 Anthologie Poetische Sprachspiele vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Herausg.Klaus Peter Dencker, Reclam Stuttgart 2003 Illustration des Lyrikbandes „Glosy, obrazy i sny“ von Wojciech Gawlowski, Stowarzyszenie Pisarzy Polskich, Poznan In Vorbereitung: Essaysammlung: „In Scheindemokratien“ Arbeit an einer Poetologie zum Fragmentgedicht
Für Interessenten: http://www.pom-lit.de/lyrikzeitung/dokujanz.html

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Lyrikmail – die tägliche Dosis Poesie –
wird verabreicht durch Gregor Koall info@lyrikmail.de
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