Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Thomas Kling gilt vielen als der bedeutendste Dichter seiner Generation. Am Freitag, den 1. April, ist er im Alter von 47 Jahren gestorben. Im Gedenken an Thomas Kling finden sich am 10.5.2005 Dichterkollegen zu einer Lesung in der Literaturwerkstatt Berlin ein, dabei sind Christian… Continue Reading „2. In memoriam Thomas Kling“
In der aktuellen Lyrik scheint wieder eine neue Reiselust aufzukommen: Autoren wie Thomas Kling, Marcel Beyer oder Oswald Egger nehmen ihre Leser mit in die Bretagne, nach Osteuropa, in die USA oder den Jemen. In diese Reihe fügt sich auch der österreichische Autor Ferdinand… Continue Reading „12. Reiselust“
Nicht lange nachdem die Stieglitzbälge bei mir aufgetaucht sind, entdecke ich in Thomas Klings «Sondagen» dieselbe Vogelart, in ebenfalls zwölf Versen, die ebenfalls Teil eines grösseren Zusammenhangs sind. Vielleicht, überlege ich aufgeregt, sassen wir beide um dieselbe Zeit über einem Distelfinken- Gedicht, ohne dass… Continue Reading „68. Marcel Beyer über Ornithologie und Lyrik“
Hier (meine Anthologie) ein anderes Gedicht von Gryphius, das sich mir gerade aufdrängen will (Fazdank): Andreas Gryphius Die Hölle Ach! und weh! Mord! Zetter! Jammer! Angst! Creutz! Marter! Würme! Plagen. Pech! Folter! Hencker! Flamm! Stanck! Geister! Kälte! Zagen! Ach vergeh! Tieff‘ und Höh‘! Meer!… Continue Reading „91. Gryphius (Meine Anthologie)“
Fast vierzig Jahre sind seit dem Erscheinen von Höllerers Geschichte der Poetik in Fragmenten vergangen; sie war – wie übrigens auch Enzensbergers unlängst neu aufgelegtes «Museum der modernen Poesie» – stark renovationsbedürftig. Norbert Miller und Harald Hartung haben das Werk nun neu herausgebracht und… Continue Reading „Renovierte Moderne“
Von 74 Lyrikern, die der DuMont-Verlag – einer der wenigen großen, die immer noch Lyrik herausbringen – gerade in einer Anthologie präsentiert, werden sich auf Dauer vielleicht zehn durchsetzen, schätzt der auf der Raketenstation lebende Dichter Thomas Kling. … „Hombroich: Literatur XI“ ist noch… Continue Reading „Hombroicher Dichterschule“
Thomas Kling über Gemäldegedichte: FAZ 1.9.03 – – – Für Literaturen 09/2003 lobt Aram Lintzel die Lyrikline. Außerdem: Ralph Dutlis Mandelstam-Biographie – – – In „The New Yorker“ vom 8.9.03 (schon online) schreibt Mark Strand über „Pablo Neruda and his passions“. Hier ein Ausschnitt,… Continue Reading „Pablo Neruda and his passions“
Erinnerung – lassen wir das Sprachmaterialhafte des Werkes einmal außen vor, freilich ohne das Sprachmaterial außer acht zu lassen, und denken an die von innen glühenden, an die Erinnerungs-Halden, an all das Ausgebrannte, Miese, arrogant Übersehene und Verdrängte, an das aus dem Kanon Ausgeschiedene,… Continue Reading „Dauergeheimtip (Kling über Pastior)“
Ungleich wirkungsmächtiger als alle Exponate der deutschen Nachkriegsavantgarde war det jedoch für Dänemark – ein sensationeller Publikumserfolg. Für die beiden Deutschlands: Fehlanzeige. Und Fehlanzeige für Österreich. Das mag daran gelegen haben, dass die von zynisch-witzelnden Gesten nicht freie Autoren-Mannschaft der Wiener Gruppe sich nie… Continue Reading „det/das: Kling über Christensen“
Die Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 27.2.03 berichtet, wie Thomas Kling und Ute Langanky mit Schülern arbeiten: Schon zum dritten Mal begleitete und animierte er zusammen mit der Malerin und Fotografin Ute Langanky an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule ein Projekt für Lyrik und Bildende Kunst, in dessen Rahmen… Continue Reading „Projekt für Lyrik und Bildende Kunst“
Die Übersetzung befindet sich fast immer auf dem idealen Mittelweg von Textnähe und Textferne, der eine gelungene Adaption auszeichnet. Lars Vollert verfügt über ein Stilgespür, das seine Übersetzung wohltuend von manchem eher uninspirierten Zugriff abhebt. Wenn sie zuweilen etwas altbackener klingt als das unprätentiöse… Continue Reading „Robert Frost wiederzuentdecken“
Denn mit wachsender Begeisterung schlägt Kling in seinen neuen Gedichten ästhetische Funken aus Zaubersprüchen, mythischen Gesängen und «carmina diabolica». In seinem jüngsten Gedichtband, «Sondagen», seinem bislang umfangreichsten und fesselndsten Werk, finden wir faszinierende Anverwandlungen der alten Zauberlieder und Hexensprüche, die am oralen Anfang jeder… Continue Reading „Klings Zaubersprüche“
Der Urgrund dieser Poesie ist magisch, und er ist mündlich. Die blutrote Schrift ist nur ihre behelfsweise Notation; um wirksam zu sein, müssen die Fluch- und Segensformeln gesprochen und gesungen werden. Wie in seinem letzten Gedichtband hat Kling also auch jetzt, zeitgemäß modifiziert und… Continue Reading „Fluch- und Segensformeln“
In der vierten Folge der SZ-Serie „Deutsche Landschaften“ präsentiert Thomas Kling den Niederrhein / SZ 26.10.02 – – – In der Stuttgarter Zeitung schreibt Nico Bleutge über José Olivers neuem Lyrikband „nachtrandspuren“ (26.10.). – – – Die Kieler Nachrichten schreiben über den 1930 in… Continue Reading „poetry news“
Mitte der Achtziger, Oskar Pastior war durch sein Petrarca-Übersetzungsprojekt 33 Gedichte bei Hanser drei Jahre zuvor über den beschaulichen Kreis von Kollegen und Fans von Hardcore-Experimental-Lyrik hinaus aufgefallen, und sei es auch nur, indem er den Zorn der akademischen Gilde zum Schutze der Renaissance… Continue Reading „Dichter polylingualer Herkunft“
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