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Neues aus der Provinz: Sein Markenzeichen sind die Gegengedichte: Schiller, Goethe und Grass greift er mit Worten an und erschafft nach eigenen Aussagen damit ein neues Genre der Lyrik. Der 69-jährige Günter B. Merkel aus Wilhelmsfeld im Odenwald wird als gnadenloser Dichter bezeichnet. „Vor… Continue Reading „77. Besser gereimt“
(aus Lyrikwiki Labor) Anfangszeile eines Gedichts von Johann Christian Günther (1695-1723), das erst 150 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht wurde (und auch dann noch zensiert!). Von Günther wurden zu Lebzeiten nur verstreute Einzeltexte gedruckt. Eine erste Teilsammlung vom Herausgeber Fessel erschien erst nach seinem Tod… Continue Reading „78. Gedult, Gelaßenheit, treu, fromm und redlich seyn“
Mörike ist auch nicht ohne. Nicht nur im lyrischen Fach. Avertissement Von dem Anteil, welchen die vorgerückten Geschöpfe meiner Muse bei dem Publikum finden, wird es abhängen, ob eine Nachgeburt folgen soll oder nicht. Dieselbe würde u. A. nachstehende Stücke enthalten: 1.… Continue Reading „59. Meine Anthologie: Wispeliaden (Güldne Ärse)“
Frankreich hat uns ein Beyspiel gegeben nicht daß wir es wünschten ooooNachzuahmen. Allein merkt und beherzigt es wohl! Goethe: Venezianische Epigramme Erstdruck in Musen-Almanach auf das Jahr 1796 (auf Seite 237; übrigens mit 3 Kommas, die also wohl vom Herausgeber Schiller stammen mögen). Übrigens… Continue Reading „53. Meine Anthologie: Frankreichs Beispiel“
Und was bleibt denn an dem Leben, Wenn es alles ging zu Funken, Wenn die Ehre mit dem Streben Alles ist im Quark versunken. Und doch kann dich nichts vernichten, Wenn Vergänglichem zum Trotze Willst dein Sehnen ewig richten Erst zur Flasche dann zur… Continue Reading „51. Drei Pünktchen (Meine Anthologie)“
die meisten Dichter, die man so kennt – Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller etwa – haben vor langer Zeit gelebt und sind schon lange tot. Und Gedichte spielen im Alltag der meisten Menschen kaum eine Rolle – höchstens mal als Jux zum… Continue Reading „99. Zugegeben,“
Der grosse Aufkärer Voltaire schrieb zu Lissabon ein Gedicht mit dem Aufschrei: «Philosophes trompés, qui criez: ′Tout est bien′» – «Betrogene Philosophen, die ihr ′Alles steht zum besten′ schreit»! Lissabon erschütterte nicht nur die Aufklärungsphilosophie, sondern alle namhaften Denker in ihren Grundfesten. Immanuel Kant schreibt… Continue Reading „83. „In Lissabon starb der christliche Gott – in Fukushima der technokratische““
Die Palimpseste der Judith Zander vereinen schlagkräftige Satire und subtile Ironie. Auf der Folie von Hölderlins Pathos, Robert Burns‘ Liebes-Säuselei oder der harschen Melancholie der Sarah Kirsch wird die eigene Stimme souverän behauptet. So locker, leicht und frisch werden Traditionen selten entstaubt. Mit Goethes… Continue Reading „89. Die Palimpseste der Judith Zander“
Seine Erfahrungen als Stipendiat der Römer Villa Massimo hatte Rolf Dieter Brinkmann in dem Buch «Rom, Blicke» festgehalten. 2008 war auch der Schriftsteller Navid Kermani Gast der Villa Massimo, wo er Brinkmanns Aufzeichnungen las und darin dem 1975 verstorbenen Autor noch einmal begegnete. Am… Continue Reading „58. Kermani liest Brinkmann“
Noch ein Mangel wird aus Baden gemeldet. Diesmal gehts um Körperflüssigkeiten – Gedichte aber auch: Auf der Freiburger Opernbühne ein unfertiges Häuser-Ensemble aus Fachwerkgebälk. Fahrbare, von Glühbirnen gerahmte Gebäude unterm Sternenhimmel, denen ein paar Geranienkästen gut stehen. Rebecca Ringst hat die Szene für Mauricio… Continue Reading „14. Aus Deutschland“
Wenigstens herrschten geordnete Verhältnisse. Meistersang ist später in Verschiß geraten. Immerhin weiß Goethe über Hans Sachs: „In Froschpfuhl all das Volk verbannt, das seinen Meister je verkannt.“ Ich zitiere aus einer Darstellung des 19. Jahrhunderts: Der Fehler, die zu vermeiden waren und bestraft wurden, waren… Continue Reading „124. Wider Klebsylben, Milben, blinde Meinung und andere Laster“
Das FAZ führt eine Wulff-Sarrazin-Hübsch-Kelek-Debatte. So stehts in Rot auf S. 28, FAZ vom 13.1. Neuster Beitrag von dem Literaturwissenschaftler Jürgen Link, Auszug: Damit stimmte Goethe überein: Die These von den „drei Betrügern“ (Moses, Jesus, Mohammed) war in der deutschen „Leitkultur“ um 1800 längst… Continue Reading „63. „Wulff-Sarrazin-Hübsch-Kelek-Debatte““
Hadayatullah Hübsch, der am 4. Januar in Frankfurt starb, war ein zum Ahmadiyya-Islam konvertierter Dichter und Schriftsteller. Immer wieder hat er sich in Briefen an diese Zeitung zur muslimischen Religion geäußert. Schreibt die FAZ und veröffentlicht seinen letzten Brief an „diese Zeitung“, ohne mitzuteilen,… Continue Reading „50. Letzter Brief“
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