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Oh! ja! meine Augen werden sich mit Tränen füllen, und wenn ihr vorbeigegangen seid, werden meine Tränen nicht aufhören, da ich weiß, zu welchen Schlünden ihr wandert! ich kenne, besser als jeder andere, den, der euch beim Umweg auflauert! //
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Als wär ich todkrank gewesen,
muß neu ich die Welt beginnen,
jede Gestalt neu erlernen,
neue Wortgefüge ersinnen. //
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Die blinde Dame mit den blutigen Augen setzt ihre Worte gut
Sie vertraut keinem Menschen an wie weh ihr das alles tut
Adorno mag das Verdienst gebühren, mit seinen Äußerungen die Problematik jeder Literatur nach Auschwitz und zumal über Auschwitz deutlich gemacht zu haben: Die unaufhebbare Spannung zwischen ihrer ästhetischen Verfaßtheit und den daraus sich ergebenden Verfahren einerseits und dem Grauen ihres historischen Gegenstands andererseits führt… Continue Reading „55. Jüdische Dichtung der Schoah“
In seinem zweiten Gedichtband, King Log (1968), begann Hill Zeichen von Größe zu zeigen. Man nehme nur seine Folge reimloser Sonette, „Funeral Music“. Im Angesicht der Schrecken der Nachfolgekriege des 15. Jahrhunderts stellt das Gedicht die Sonettform gegen den Schlachtenlärm: . . . Recall… Continue Reading „24. Form gegen Lärm“
Witkowitz, 1933. Ilse Weber, dreißig Jahre alt, verheiratet, ein Kind. Als Angehörige der jüdischen Minderheit lebt sie mit ihrer Familie in ihrer Geburtsstadt bei Mährisch-Ostrau. Die Hörfunk- und Kinderbuchautorin schreibt, unter ihrem Mädchennamen Ilse Herlinger, in der Sprache, in der sie aufgewachsen ist: auf… Continue Reading „82. „Ich wandre durch Theresienstadt““
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