86. Lesefehler des Tages

Mit Deutschlands Wirtschaft geht es derzeit bergauf, steil sogar. Um 2,2 Prozent wuchs sie im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal, wie das Stalinistische Bundesamt bekannt gab.

85. Dresdner Lyrikpreis

2010 wird der Dresdner Lyrikpreis bereits das achte Mal vergeben. Die Auszeichnung, von der Oberbürgermeisterin der Stadt Dresden zur Förderung gegenwärtigen poetischen Schaffens ausgelobt, ist mit 5.000 Euro dotiert und richtet sich als kulturpolitischer Brückenschlag an Dichterinnen und Dichter aus der Tschechischen Republik und dem deutschsprachigen Raum. Bewerber aus der Tschechischen Republik, Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein können vorgeschlagen werden oder Eigenbewerbungen einreichen. Zwei mit tschechischen und deutschsprachigen Literaturexperten besetzte Vorjurys wählten bis Februar 2010 insgesamt 10 aus dem Pool der Bewerbungen aus, die zum öffentlichen Wettlesen im Rahmen des Poesiefestivals BARDINALE eingeladen werden.

Die deutsche Vorjury hat folgende fünf Bewerber für den Endausscheid zum Dresdner Lyrikpreis 2010 nominiert („Klarnamen*“ noch nicht mitgeteilt):

robin hood
Mondlandetage
Dibbelabbes
Höpftbönnöff
dandelion

Von der tschechischen Vorjury wurden folgende fünf Bewerber für den Endausscheid zum Dresdner Lyrikpreis 2010 nominiert:

MARFALA
vlnolamy
florenc
Erich Uwetell K. Grünbein-Kästner
vlna

Die Lesungen zum Endausscheid finden am 4.9. statt.

Die Preisträger des Dresdner Lyrikpreises 1996 – 2008

  • 1996 Thomas Kunst
  • 1998 Petr Hruška & Christian Lehnert
  • 2000 Lutz Seiler
  • 2002 Hendrik Rost
  • 2004 Uwe Tellkamp
  • 2006 Viola Fischerová & Uljana Wolf
  • 2008 Christian Futscher

(Welches Schwein sich hinter „Hölderlin“ verbirgt: der Stoßseufzer entfuhr der Dichterin Sarah Kirsch vor laufender Kamera, als sie ihre Stasiakte gelesen hatte. Ganz so diabolisch wird es hier nicht sein. Wer mag sich wohl hinter „Erich Uwetell K. Grünbein-Kästner“ verbergen? Wenn die Namen der Endrundenteilnehmer bekanntgegeben werden, können wir ja raten. Wer nannte sich wie? – Hölderlin war der selbstgewählte Deckname der Lyrikerin…; ach nein, ihren Namen spreche ich heute nicht aus. Kenner der jungen DDR-Lyrikszene der 70er Jahre werden sie am Decknamen unschwer erraten können.)

84. Gegenstrophe 2

Braun, Michael / Dittmer, Kathrin / Rector, Martin (Hg.)

Gegenstrophe

Blätter zur Lyrik 2

2010, 112 Seiten, Hardcover
ISBN 978-3-86525-178-7
Preis: 12,80 €

Gegenstrophe
»Gegenstrophe. Blätter für Lyrik« erscheint jährlich im Herbst als Forum für Lyrik und Lyrikrezeption. Dieser Band enthält Beiträge von Konstantin Ames, Bas Böttcher, Michael Braun, Timo Brunke, Daniel Falb, Gerhard Falkner, Martina Hefter, Cornelia Jentzsch, Ulrich Koch, Hermann Korte, Martin Rector, Ulrike Almut Sandig, Volker Sielaff, Hans Thill und Anja Utler sowie eine umfangreiche Bibliographie aktueller Gedichtbände.

83. Jüdische Verschwörung gegen Rumänien

Beim Aufräumen gefunden:

Der spätromantische rumänische Nationaldichter Mihai Eminescu (1850 bis 1889) ist von den Juden ermordet worden. Diese Ansicht vertritt der Generalsekretär der großrumänischen Partei (PRM), Gheorghe Funar. Anlässlich des 121. Todestags von Eminescu hatte Funar eine Pressekonferenz in der siebenbürgischen Stadt Cluj/Klausenburg einberufen, um seine spektakuläre Verschwörungsthese zu verkünden.

Eminescu, erklärte der frühere Senator des rumänischen Parlaments und nationalistische Scharfmacher, sei gezielt von den Juden getötet worden. Man habe ihn unter dem Vorwand einer Geisteskrankheit in eine Heilanstalt eingeliefert, eine falsche Diagnose gestellt und ihn zum Syphilitiker erklärt. Dann habe der jüdische Arzt Francisc Isack den langsamen Tod des „absoluten Rumänen“ Eminescu durch Quecksilberinjektionen herbeigeführt. …

Eminescu gilt als eine Galionsfigur der rumänischen Nationalisten und wird in den programmatischen Schriften der in der Zeit zwischen den Weltkriegen aktiven faschistischen Eisernen Garde als deren „Apostel“ verehrt. Eminescu hatte behauptet, die Juden hätten die Rumänen mit ihrer „moralischen und physischen Dekadenz angesteckt“, deshalb müsse man diese „unproduktive Rasse“ „zur produktiven Muskelarbeit zwingen“.

Der Eminescu-Kult gipfelte Anfang dieses Jahres in der Forderung einer ultranationalistischen „Schriftstellerliga“ aus Klausenburg/Cluj, den Nationaldichter heiligzusprechen. / taz 17.6.

82. Krauses Gegenschlag

Klassischer geht’s nimmer. Noch immer (oder besser: wieder) ist „der Echtermeyer“ die deutsche Gedicht-Anthologie schlechthin. Seit 175 Jahren thesauriert sie nun schon das deutsche Schrifttum lyrischer Natur. Das begann schon in der Erstauflage „für die unteren und mittleren Classen gelehrter Schulen“ mit den Merseburger Zaubersprüchen und endete mit den neuesten Namen. Die waren 1836 Herwegh und Freiliggrath (dessen „Auswanderer“ mit ihrem unsterblichen Anfang „Ich kann den Blick nicht von Euch wenden; / Ich muss euch anschaun immerdar“ getreulich durch die Jahrzehnte mitgeführt wurde). Heute sind es die Damen Marion Poschmann oder Ann Cotten. Zumindest bis zur Nachkriegszeit hat diese Auswahl den immensen Vorteil, dass sie bringt, was noch lebt und in unser kollektives Gedächtnis eingelassen ist. Für die Zeit danach hätte man sich mehr Mut zur Schwerpunktsetzung gewünscht. All die routinierten Avantgarde-Adepten à la Haufs und Hilbig, Kling und Koziol hätte man getrost opfern können, um die wirklich wichtigen und unverwechselbar eingängigen Robert Gernhardt, Helga Novak oder Wolf Biermann vielfältiger zu präsentieren. / Tilman Krause, Die Welt*

Echtermeyer Deutsche Gedichte
Herausgegeben von Elisabeth Paefgen und Peter Geist. Cornelsen, Berlin. 942 S., 19,95 Euro.

*) Aber diskutieren lassen Sie das nicht: „WELT ONLINE hat den Kommentarbereich dieses Artikels geschlossen.“

81. Charles Bukowski vor 90 Jahren geboren

Am 16. August 2010 wäre der US-amerikanische Schriftsteller Henry Charles Bukowski 90 Jahre geworden. Er starb am 9. März 1994 mit 74 Jahren. Ein Nachruf von Wolfgang Weitzdörfer bei suite102

80. Die geheimen Reden der Sprache

Evelyn Schlags Lyrik vermittelt den Eindruck, als buchstabierte sie immer wieder das Wort Liebe, wobei sie dessen fünf Buchstaben wie Töne behandelt, um aus ihnen ein Lied zu komponieren. „Ihre Sprache ist Herzenssache“, schrieb Rüdiger Görner in der „Presse“. Seit zwei Jahrzehnten stoßen Evelyn Schlags konsequent durchkomponierte Gedichtbände auf internationale Resonanz. Sie zeugen von hoher Musikalität und formaler wie thematischer Vielfalt. Ein feines Gespür für die geheimen Reden der Sprache findet sich auch in jeder Zeile des neuen Buches, das neben dem sinnlichen auch einen anderen, zornigen, Ton anschlägt. Die Liebesgedichte erzählen vom „Ineinander der Kosungen“ eines vertrauten Paares und von der „erfundensten Stadt“ St. Petersburg, von Gewalt, Konsum und den „Umleitungen des Schicksals“. / Ö1

„Sprache von einem anderen Holz“. Gedichte von Evelyn Schlag (Zsolnay Verlag).

79. Kritischer Büchsenöffner

Zwischendurch las der ehemalige Fink-Sänger, optisch eine Mischung aus struppigem bildendem Künstler (der er tatsächlich ist) und lässigem Selbstdreher, Gedichte des amerikanischen Hippie-Autors Richard Brautigan vor, jenes großen amerikanischen Verknappers und Lakonikers, der sich 1984 das Leben nahm. Gedichte wie „Kritischer Büchsenöffner“, das so geht: „Mit diesem Gedicht stimmt etwas nicht / Können Sie es finden?“ / Eric Pfeil, FAZ

78. Gestorben

Der Schriftsteller Roger Munier, Übersetzer von Martin Heidegger und Octavio Paz und Rimbaudspezialist, starb am Dienstag im Alter von 87 Jahren. Außer mit René Char, der ein Vorwort zu einem seiner Bücher schrieb, unterhielt er auch freundschaftliche Beziehungen zu Paul Celan, der ihm eins seiner Bücher widmete*, und mit dem Dichter Yves Bonnefoy. / L’Alsace.fr

*) Celan hat nur eins seiner Bücher, „Von Schwelle zu Schwelle“ (1955), einer lebenden Person gewidmet: seiner Frau Gisèle. (Die Niemandsrose“ ist dem Andenken Ossip Mandelstams gewidmet). Gemeitn ist vermutlich, daß Celan ihm ein Exemplar des Bandes von 1955 mit einer Widmung überreichte – aus diesem Jahr datiert ihre Bekanntschaft.

77. Dem Dativ

WENN’S UMS STREIFLICHT geht, näherhin um dessen Verteidigung, greifen wir tiefer als sonst in die Harfe. Heute rufen wir den Dichter Johann Christian Günther in den Zeugenstand, der in seinem Gedicht „Als er von seinem Nebenbuhler abgestochen zu werden besorgte“ – was für ein Titel! – den Frauen dies zum Vorwurf macht: „Ich kenne schon den Unbestand der Weiber, / die nicht so wohl den Mensch als nur das Wams beschaun . . .“ Und was soll damit verteidigt werden? Nichts, denn der Dativ „dem Mensch“, den unsere Leserin K. im Streiflicht entdeckte und mit einem wilden „J’accuse!“ ruchbar machte, ist so falsch, dass ihm hier auf Erden nicht geholfen werden kann, auch nicht durch einen vergleichbaren Akkusativ aus der Poesie. / Hermann Unterstöger, SZ-Sprachlabor

76. Meine Anthologie 55: Paul Wühr, Als

Als
sie sich unter seinem Rock
zum weichen Hügel

vortastet weiß er noch
nicht wie sie sich

das vorstellen wollen es
bleibt auch

ihr nur ührig in einem
Kommentar hinter

her festzustellen ob es
sich um die

Szene einer Ehe gehandelt
hat oder

um einen Bruch derselben
oder ganz ohne

Seitenspiel ging es ihm
um ihren

Schwanz und ihr um
sein Loch

Paul Wühr: Venus im Pudel. München Wien: Hanser 2000, S. 695.

75. Kunst

Eine der verrufensten Städte Schottlands will ihr Image mit Kunst und Poesie aufbessern. Diesen Sommer wird eine £250,000 teure, 10 Meter hohe Stahlfigur in Cumbernauld eingeweiht. Auf ihr ein Gedicht des schottischen Lyrikers Jim Carruth. / BBC News

74. Hinterlassenschaft des Nationalstaatgedankens

Vielleicht wird man einst das Kalevala – das finnische Nationalepos – und sein lyrisches Seitenstück, die Kanteletar, zusammen mit dem Kalevipoeg, dem estnischen Pendant dazu – als die einzigen Hinterlassenschaften des Nationalstaatgedankens betrachten, die es wert wären, dem kulturellen Gedächtnis der Menschheit erhalten zu bleiben. Alle drei Textsammlungen wurden im 19. Jahrhundert kompiliert, redigiert und ergänzt; in Finnland von Elias Lönnrot, in Estland von Friedrich Kreutzwald. Damit gelangte die ostseefinnische Kultur als letzte zu einer nationalen Identität auf der Grundlage antiker, bis dato mündlich überlieferter Schöpfungsmythen und Heldensagen. Was ethnografischer Fleiß und tiefenhistorische Anamnese der Herausgeber zutage förderte und durch Zusammenstellung und Nachdichtung gleichsam neu erfand, harrt außerhalb des Baltikums immer noch der Entdeckung als Zeugnis ebenso versponnener wie vergleichsweise friedfertiger Gründungsmythen. Dabei verdienen die zum Teil aus vorchristlicher Zeit stammenden Lieder und Epen schon deshalb unsere Aufmerksamkeit, weil sie mit erstaunlicher Zähigkeit 700 Jahre Fremdherrschaft ohne schriftliche Fixierung überdauert haben. Noch mehr befremdet die Paradoxie, daß die Herkunft dieser Texte, die doch den Korpus jeweils staatstragender literarischer Denkmäler ausmachen, die nationalen Grenzen zwischen Finnland, Russland und Estland gänzlich ignoriert.  / Daniele Dell’Agli, Perlentaucher 5.8.

73. Der Künstler, der Fremde in uns

Fremdes in uns

Fremdes in uns muß nicht schlecht sein. Im Orakel sprach nicht der arme sterbliche Mensch. Ist nicht meine Krankheit eine „Rollen-Krankheit“? Erst zersplittere ich. Nun zersplittert mein Leben. Hat der Schizophrene die Eigenart, zwischen Rollen zu pendeln? die Macht, als Schreibender in sich selbst Kraft zu sein und Bewegung. Energie und Drang in geheimnisvoller Zielrichtung. Das Kosmische ist im Leib des Körpers, in der Gestalt der Wolke ebenso wie im Sprachleib. Nimmt er immer allzu gierig das Fremde an, wie R.M. Lenz immer wieder Goethe kopierte, ihn nicht schädigend sondern im Motiv eher bestätigend oder ihn erst im Äußersten erschaffend nachlebte? Wie unbewußt ist solch ein Zerrissener: auch „gegen seine Intentionen“ sind Dinge in seinen Texten, um „die es sich lohnt“. Er ist sich selbst und Späteren ein Steinbruch, in dem es knirscht, Pulver steigt auf, aber es gibt auch Funkeln und Glitzern aus Kanten und Brüchen. Emanationen. Strahlungen. Lauter kleine Teile, kein Klumpen zu einem Buch. Im TAROT gibt es zwei volle Kugeln. Ich lege die Karten: Schicksal, Königin, Gerechtigkeit.

Wie schmal und klar dein Gesicht ist
-Gerechtigkeit-
wie überdimensional das Schwert
und wie zärtlich die Waage,
die du vorsichtig hältst
Nimm doch die krankenschwesterhafte
Krone vom Haupt, -Königin-
die Haare sind so strähnig so blond
so mädchenhaft wie der ungeküßte Mund

Das -Schicksal- hat eine freie Brust
die volle zwei Kugeln hat
und gleichgerichtet in die Luft
nach vorne nach oben steht

/ Wilhelm Fink (Hamburg)

72. Animierte Typografie

Tablet-Computer wie Apples Ipad gelten als neue Hoffnung für die Medien- und Buchindustrie. Verglichen mit anderen E-Book-Lesegeräten bieten sie dank Touchscreen, stärkerer Prozessorleistung und buntem, zur Video wiedergabe fähigem Bildschirm allerlei Möglichkeiten, E-Books multimedial und interaktiv aufzurüsten. Doch während damit experimentiert wird, Bücher mit Videoclips anzureichern, sie mit Soundtracks zu unterlegen oder mit Videospiel -Elementen zu versehen, ist eine entscheidende – und der Literatur vielleicht besonders gerechte – Möglichkeit bisher kaum beachtet worden: Die Lettern können endlich beweglich werden, die Wörter Laufen lernen. …

Mit dem Ipad und anderen Tablets werden bald schon Kanäle zur Verfügung stehen, die es solchen Präsentationen ermöglichen, ein Publikum zu erreichen, das weitaus größer ist als bisher, da diese Präsentationen nur am Computer zu konsumieren waren. Und indem sie auf einem Lesegerät – und eben nicht auf einem Computerbildschirm – konsumiert werden, wird man diese Werke weniger als Videopräsentation denn als Texte wahrnehmen.

Wer sich eine Reihe solcher Präsentationen anschaut, wird schnell feststellen, dass die Typografie darin eine herausragende Rolle spielt: Die Buchstaben entwickeln hier ein expressives Potenzial, das ihre verschiedensten Aspekte wie Schriftschnitt, Zeichengröße, Farbe, Körperlichkeit, Hintergrundfarbe und Geschwindigkeit des Ablaufes einschließt. Das meiste hiervon war auch auf Papier möglich, hat sich dort abgesehen von künstlerischen Experimenten (wie etwa in Dada-Werken) aber nie wirklich durchgesetzt. Gänzlich neu ist jedoch die Dimension der Zeitlichkeit, der Geschwindigkeit des Ablaufs, in dem diese Typografie vor die Augen des Betrachters gebracht wird. Damit steht eine zusätzliche Darstellungsdimension zur Verfügung, die die anderen Aspekte der Typografie erst recht zur Geltung bringt. Genau dies macht diese neuen Darstellungsmöglichkeiten attraktiv auch für literarische und fiktionale Texte, in denen es nicht darum geht, etwa Video- oder Fotobelege aus der realen Welt einzubinden, sondern sich im Textmedium auszudrücken und dabei die medialen Bedingungen von Sprache und Text selbst in die künstlerische Auseinandersetzung mit einzubeziehen. Text kann jetzt stocken, fließen, sich überschlagen wie Sprache von jeher. …

Der Gedanke, dass bald nicht nur Werkderivate (also Adaptionen traditioneller Literatur, Filme oder Songs in die animierte Typografie), sondern originäre Werke der animierten Typografie entstehen werden, ist reizvoll. Für Lyrik scheint die neue Werkform auf den ersten Blick besonders geeignet: Ich wäre beispielsweise ausgesprochen neugierig auf eine Adaption von MallarmesCoup de des” in bewegten Lettern. /  Tanz der Lettern. Von Thomas Rohde. Perlentaucher 19.5.